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Telefonklingel

Mir wurde vor kurzem die Frage gestellt “ Wie kann ich zu Hause ein altes Telefon klingeln lassen ? “ Ja da gibt es mehrere Möglichkeiten. Aber so als Schaltung habe ich erst an einen Timer IC gedacht und da ich noch ein paar von den NE555 in der Bastelkiste hab, habe ich damit eine Schaltung auf das Steckboard aufgebaut.

Also das Prinzip ist mit dem Timer NE555 ein Interwall auszugeben und damit einen Transistor zusteuern, welcher ein 5Volt Relais schaltet und so eine Spannung auf ein Trafo gibt (Trafo z.B. 220~V auf 12~V) diesen rückwärts betrieben um so eine kleine Spannung, hoch auf ca. 60 bis 90 Volt zu transformieren. Da die alten Telefone eine Klingelspannung von ca. 60 – 90 Volt benötigen. Um einen guten Klingelton hin zubekommen sollte man 25Hz (25 Impulse pro Sekunde) schaffen.

Das funktioniert schon sehr gut. Aber damit das ganze noch besser funktioniert habe ich Mosfet Transistoren Module (schneller in den Zyklen und leistungsstark) mit einen Arduino angesteuert und damit einen Trafo. Das geht dann mal richtig gut. Denn das Relais wird hier an seine Schaltinterwallgrenze betrieben und das geht nicht wirklich lange gut! Vorteil ist, es ist einfach man kommt mit einer USB Versorgung aus und durch den Arduino ergeben sich noch weitere Möglichkeiten. Der Arduino hat aber erstmal nur ein ganz simples Programm welches PWM Signal an das Mosfetmodul sendet.

Na das schaut doch schonmal viel besser aus und kann einfach auf einer Grundplatine aufgebaut werden. Das mache ich aber erst nach dem, meine weiteren Ideen mit eingearbeitet sind. Mehrere Telefone betreiben, Impulsverfahren auswerten und wenns mal klingelt, Audiodatein abspielen lassen 😉

Und wenn man sich das mal ansehen bzw anhören möchte so kann man das Video zum Beitrag hier anschauen.

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Der Piratensender

Der Piratensender, ist natürlich nur zu Versuchszwecken und da ich ja im Radio und Telefonmuseum öfter mal bin, ist mir die Idee gekommen einen eigenen kleinen UKW Sender zu basteln. Kleines leichtes Projekt sollte es werden und frequenzstabil. Aufgebaut mit einem Arduino Nano, SD-Kartenmodul und einen UKW-Transmitter.

Hier alles auf einer Platine aufgelötet und verbunden. Rechts der Arduino Nano, links unten der UKW Transmitter und darüber das SD-Kartenmodul.

Die SD Karte beinhaltet die Audiodatei welche in WAV oder MP3 sein kann. Der UKW-Transmitter ist halt der Sender und der Arduino bekommt das Programm wo alles gesteuert wird. Gedacht ist es auch um die Radios zu testen und eine Audiodatei in einer Telefonvermittlung einzubinden. Ich denke es ist toll wenn die Besucher sich dann über ein im Museum befindliches Telefon z.B. die Telefongeschichte anhören kann.

Also wird auf der SD Karte z.B. die Geschichte zum Telefon kommen oder zum Museum.

Hier ist nochmal die Verdrahtung von der Unterseite zu sehen.

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Natürlich ist der Betrieb als Sender nicht zulässig. An einer großen aussen Antenne eh nicht erlaubt.

So das ganze in hier in einem der letzten übrig gebliebenen Holzkästchen untergebracht und fertig ist der Spass 😉

Trio CO-1303D

Heute geht es um ein Oscilloscope und zwar den Trio CO-1303D. Dieses Gerät habe ich mit zwei weiteren günstig bekommen. Beim testen hat der Osci dann aber nach kurzer Zeit seinen Dienst quittiert. Was aber auch vollkommen okay ist. Denn es ist ja nicht mehr der jüngste. Aber immerhin schon voll durch transistoriert, bis ausser die Anzeigeröhre. Ich habe es schon geahnt dass der Osci nicht mehr in seinem Behälter bleibt, also ein Kondensator älterer Generation undicht wird.

Da hatte ich schon ein paar Ideen, das Gehäuse für ein anderes cooles Projekt zu nutzen da die Reparatur den gegenwertigen Nutzen für mich eher nichtig ist. Aber na was solls irgendwo ist der Oscillator ja nicht wirklich in die Fritten und für mich ist die Reparatur auch nicht wirklich viel Arbeit. Na gut überredet, ich werde mir das mal genauer anschauen.

Auf dem ersten Blick waren alle Elkos ok. Ich habe schon vermutet das es wohl doch ein anderes Bauteil ist. Habe schon an meiner alternative Idee gedacht. Denn die ist ja wieder ins Rennen gekommen. Aber ne ich habe da dann doch etwas Flüssigkeit unter einem Elko bemerkt. Dann mal durchmessen und naja es gab nix zu messen der ist definitiv hinüber.

Also hier ist tatsächlich ein Schaltplan nicht falsch. Aber ob ich da noch was finde? Es hat keine 5 Minuten gedauert da habe ich das gesamte Manual mit Schaltplan gefunden. Also das ging mal schnell. Nun schauen was da wie verbunden ist. Laut Schaltplan sind es zwei Elkos die miteinander verbunden sind. Also muss ich zwei mindestens austauschen. Und die Daten waren auch in einer Bestückungsliste zu finden. 0,1µF und 1000V. Ich denke die Werte sind auf DC gesehen und nicht AC. Das kann sonst etwas knallen 😉 Und es war relativ schnell klar das ich keine OIL Kondensator nehme sondern ein Folien Kondensator. Die sind langlebiger und genauer und viel günstiger.

Um an die Kondensatoren zu kommen musste ich die Anzeigeröhre ausbauen.

Wegen der einfachhalber her habe ich die anderen zwei alten Kondensatoren einfach abgekniffen um die Enden als Lötbrücke zu nutzen. So muss ich das Board nicht komplett ausbauen.

Hier oben auf dem Bild gut zu erkennen die neuen Kondensatoren. Die fallen natürlich etwas kleiner aus. Somit wird es Zeit für ein Versuch. Aber zuvor erst noch das Gehäuse wieder drauf. Das ist auch zum Selbstschutz wichtig!

Hier zu sehen an einer seperaten Stromversorgung angeschlossen und eingeschaltet, kurz warten und der Trio CO-1303D hat seinen Dienst wieder aufgenommen.

Haustelefonvermittlung

Was ein langes Wort, ok in diesem Projekt habe ich eine Telefonvermittlung gebaut. Diese ist für das verbinden von Kurbeltelefone gedacht. Geht aber theoretisch für alle Telefone welche kabelgebunden sind. Und na klar man kann das Projekt auch zweckentfremden, denn anstatt eines Gesprächs kann man auch kleine Spannungen weiterleiten und so auch bestimmte Geräte schalten.

Wie ist es zu diesem Projekt gekommen? Da ich ja hin und wieder im Radio und Telefonmuseum im Verstärkeramt aktiv bin und ich mich dort mit der Verbindung von alten Kurbeltelefonen beschäftigt hab. Diese werden natürlich, so wie früher, über eine Vermittlung geschaltet. Dies wurde damals manuel gemacht. Also an einer Vermittlung sitzt eine Person welche die entsprechenden Nebenstellen (Teilnehmer) mit der Amtsleitung oder aber auch ein Zimmergespräch herstellt. Das muss damals bestimmt spannend gewesen sein. Ich kann mir gut vorstellen dass das Fräulein vom Dienst so einiges wusste 😉

Das Fräulein vom Dienst.

Diese Vermittlung und noch weitere gibt es im Radio- und Telefonmuseum im Verstärkeramt bei Rheda- Wiedenbrück zu sehen.

Da diese Vermittlungen viele Jahre hinter sich haben und nicht unbedingt alle immer vollständig funktionieren, was auf fehlender Pflege und je nach dem wo diese Exemplare zuvor rumgestanden haben, zurück zuführen ist. Ist mir die Idee gekommen eine kleine Vermittlung zubauen welche immer noch manuel bedient wird. Die Vermittlung sollte ziemlich selbsterklärend sein. Jedoch intern wird teils über einen Arduino geschaltet. Dieser zeigt die aktuelle Verbindung zwischen Zentrale, Amt und Teilnehmer auf einen OLED Display an. Zusätzlich wird der Betriebszustand über LEDs angezeigt. Für mich ist das schon mal ein Vorteil den damit kann ich Fehlerquellen ausschließen. Aber es ist Bedienerfreundlich und Besucher können so schnell erkennen was wie angeschlossen ist und können auch selbst mal das Fräulein vom Dienst nachspielen.

Also von der Idee auf Papier zum PC bis auf dem Arbeitstisch. Beim Frühstück und meiner vierten Tasse Kaffee, ich hatte zufällig ein Heft und was zum schreiben in griffnähe liegen, habe ich mir Gedanken über die Schaltung gemacht. Erst dachte ich an einen Kasten mit Kippschalter um sämtliche Verbindungen zu schalten. Aber das war mir dann doch zu simpel. Also ein Arduino Nano habe ich noch über und eine Relaiskarte mit vier Relais drauf auch. Ein Oled Display war auch noch da. Nun gut Kleinkram wie Schalter, Taster, Dioden, Widerstände, LEDs usw. habe ich so gut wie immer vorrätig.

So war der Plan

Das Ganze muss nun noch irgend wie oder besser wo reingebaut werden. Da sitze ich so am Wohnzimmertisch und da lacht mich so ein kleines Tablet aus Holz an. Zack war es weg bevor meine Frau was merkt 😉 Ein Plan über die Anordnung der Elemente hatte ich nicht. Klar war das die Teilnehmer alle möglichst in einer Reihe sind und die Taster zu Schaltung zwischen Zentrale und Amt bzw. Teilnehmer sollen auch nebeneinander sein. Das Display welches die aktuellen Verbindungen zwischen der Zentrale, Amt und Teilnehmer anzeigt, soll unter den beiden Tastern kommen. Und die LEDs zur Betriebzustandsanzeige sollen untereinander in einer Reihe kommen.

Soweit sogut. Nach dem alles eingebaut war habe ich mich an den PC gesetzt um einen passenden Sketch (Programm Code für u.a. Arduino) zu coden (Schreiben). Dieser sollte die Relaiskarte passend steuern und das Display so wie die Status-LEDs. Hinzu eine kleine grafische Animation. Das könnt ihr euch auch gerne im Videobeitrag zur Vermittlung anschauen.

So es wird Zeit für den ersten Test. Durchschalten der Relais funktioniert gut. Auch das Display hat nach ein paar Programmierungsanpassungen alles gut dargestellt. Die LEDs wurden auch noch ein bisschen umprogrammiert (richtig angesprochen). Also alles von innen verbunden und zum testen habe ich noch ein Feldtelefon ehemals von der Bundeswehr und ein Wählscheibentelefon von der damaligen Bundespost in mein Reservoir. Das Wählscheibentelefon hat natürlich keine Induktionskurbel aber das macht nix, denn läuten tut es genauso gut. Und Sprechen bei entsprechender Spannungsversorgung geht auch. Das Feldtelefon hat eine eigene Spannungsversorgung das Wählscheibentelefon muss separat mit Spannung versorgt werden. Diese Spannung kam früher über die Telefonleitung. Das habe ich gewissermaßen auch so realisiert.

Hier der Testaufbau mit einem Wählscheibentelefon der Vermittlung.

Wie man sehen kann sind unter den Kippschaltern auch jeweils eine rote LED angebracht. Diese signalisieren ein Gesprächswunsch von dem jeweiligen Teilnehmer (Nebenstelle) da die Grundschaltung immer von der Zentrale zum Amt steht. Also fehlen noch die Beschriftungen und ein Displayschutz, dieser hat zwei Fenster hinter dem einen ist das OLED Display und hinter dem anderen kommt evtl. ein QR Code der es dem Interessierten möglich macht mit seinem Handy zu diesen Beitrag hier zu gelangen.

So und nun hier das Video zum Beitrag. In diesem Video erkläre ich das ganze und führe es auch vor. Auch hier werde ich wahrscheinlich noch ein zweites Video oder Bilder direkt im Radio und Telefonmuseum machen.

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Nicht zu vergessen alles unter Kontrolle von Minki

Minki

Die Vermittlung steht nun im Museum. Ich habe noch eine Displayabdeckung entworfen und diese in einen 3D Drucker gefertigt.

UNIDEN 2020

Das Uniden Model 2020 ist ein vielseitiger HF-SSB-Transceiver für den Amateurfunkbetrieb, der vor allem in den 1970er Jahren gebaut wurde und heute eher als klassisches/retro Funkgerät gilt.Das Gerät unterstützt verschiedene Betriebsarten wie SSB, AM und CW und hat eine Leistung von bis zu 180 W (SSB/CW) bzw. 90 W (AM).Technisch kombiniert der Transceiver Röhren- und Transistor-Schaltungen, verfügt über analoge und digitale Anzeigen und ist für den stationären wie mobilen Einsatz geeignet. Allerdings spricht dagegen, es ist relativ groß und schwer (~18 kg) und wurde mit umfangreicher Front-Bedienelement-Anordnung sowie Zubehör-Optionen ausgeliefert.

Ich habe den Uniden 2020 ein wenig restauriert 😉 da der Zustand nicht gut war. Der Empfänger war durch den internen Generator zur eigenen Justierung gestört. Es schien so als ob dieser in Dauerfunktion war. Er lässt sich laut Anleitung ein und ausschalten. Später habe ich dann den defekten Schalter ausgemacht und den internen Generator deaktiviert. Aber hier erstmal Bilder vom Funkgerät vor der Restaurierung.

Also auch hier neue Farbe muss sein. Das Gerät hat augenscheinlich schon bissel was mit gemacht. Nach einem Blick ins innere habe ich dann festgestellt das so gut wie alle Plastikzahnräder einen Riss haben. Durch den Riss hat sich die Kette welche normalerweise in die einzelnen Verzahnungen passen aber da wo dann ein Riss ist hat es nicht mehr gepasst und somit hatten sich auch die synchronen Plattenkondensatoren verstellt. Also erstmal alles wieder in richtiger Position bringen und dann das Kettensystem anbringen. Die Kunststoffzahnräder habe ich wieder fixiert und immer da wo ein Riss war habe ich einen Zacken entfernt. So gab es keine Übersprünge mehr. Wie schon beschrieben habe ich den internen Generator deaktiviert. Das ist auch nicht weiter schlimm denn zum abstimmen gibt es andere Möglichkeiten. Die PA habe ich hier nur durchgemessen, hier stimmten alle Werte. Sendebetrieb habe ich nicht gemacht da ich die Elektroröhren ausgebaut habe und diese in einem anderen Transceiver nutzen werde. Hier ein Bilder von der Technik.

Alles für sich ein toller Transceiver, aber etwas komisch wirkt die Frequenzanzeige. Die ersten drei Ziffern können digital angezeigt werden und die letzen zwei Ziffern werden analog angezeigt. Auch hier durch eine Zahnradmechanik die eine große Rolle im inneren bewegt und auf der sind die letzten beiden Ziffern dann zu sehen. Warum man zu diese Art der Anzeige gegriffen hat? Ich meine wenn schon digital dann auch gesamt oder. Allerdings bei der Signalanzeige finde ich eine analoge schöner. Das ist aber auch Geschmackssache. An sonsten macht es richtig Spass mit dem TRX auf Sendersuche zu gehen.

Schaut schon geil aus so in neuer Farbe. Ich habe erst überlegt den Transceiver wieder in Schwarz zu lackieren aber nö, so gefällt er mir besser. Wie bei den anderen Geräten drei lagen Farbe druff 😉

Und nun könnt ihr euch den TRX auch im Empfangsbetrieb anschauen. Denn na klar einen kleinen Film zu dem UNIDEN 2020 habe ich auch gefertigt. Viel Spass beim schauen.

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Wenn der noch so beleuchtet wäre,,,oder?

Yaesu FT-902DM

Der Yaesu FT-902DM kam Ende der 1970er (ca.1978-1981) Jahre auf dem Markt und gehörte zur berühmten 900er-Serie von Yaesu. Die Serie und damit auch der FT-902 entstand in einer Übergangszeit der Funktechnik von reinen Röhrengeräten hin bis zu modernen transistorisierten Transceivern.

Das Konzept beim FT-902DM ist ein Hybrid. Das wurde bewusst so entschieden, Transistoren da wo es auf Stabilität und Präzision (der Empfänger, VFO) ankommt und Röhren um eine leistungsstarke und robuste PA (Endstufe) zu gewährleisten. Auch die Möglichkeit den ganzen Transceiver einmal mit Wechselspannung 220 Volt und aber auch durch einen DC DC Converter mit einer Gleichspannung von 12 Volt zu betreiben.

Somit ist der FT-902DM als High-End-Stationstransceiver und auch für Not-Funk bestens geeignet. Klar weltweite Funkverbindungen (DX-Betrieb) und Conteste sind mit dem Funkgerät (mit entsprechender Antennenanlage) kein Problem 😉 Er macht einen sehr hochwertigen Eindruck, ist aber auch ziemlich schwer. Es gibt verschiedene Versionen die FT-902DM Version ist voll bestückt. Es ist auch die Version wo der DC DC Converter direkt mit verbaut ist.

Hier der Yeasu FT-902DM (VFO modifiziert)

Technische Daten (kurz und knackig): Der Sender (die Endstufe) benutzt zwei 6146B Röhren es können auch die 6146W benutzt werden, die Endung W ist eine Militär Röhre gewesenen. Beide aber identisch. Es gibt noch weitere Röhren vom Typ 6146 die haben aber eine andere Anodenverlustleistung und werden in dem Funkgerät bei voller Ansteuerung schnell ihren Dienst an den Nagel hängen. Sendemaximum liegt bei 180 Watt. Der Empfänger arbeitet nach der Aufwärmphase frequenzstabil. Frequenzbereich geht von 160m bis 10m. Zum Stand der Produktion alle WARC-Bänder. Betriebsarten sind SSB (USB/LSB), CW (Morsetelegrafie), AM (Amplitudenmodulation), FM (Frequenzmodulation) so wie FSK (RTTY). Im Seitenbandbetrieb bis zu 180Watt PEP und bei AM/FM/FSK ca. 70-80 Watt. Nach ca. 20-30 Minuten aufwärmen ist das Gerät sehr frequenzstabil. Kein Synthesizer, sondern ein analoger VFO(variabler Frequenzoscillator). IF-Filter, APF (Audio Peak Filter), Notch-Filter. Für damalige Zeiten schon gut ausgestattet, aber wegen seinem Gewicht von 18 kg auch eine ganz schöne Wuchtbrumme 😉

So nun aber zu dem Projekt FT-902DM, ich habe dieses Gerät natürlich nicht in dem Zustand erhalten wie oben zu sehen. Das ist zum Schluss daraus geworden. Hier ein paar Bilder vor der Restauration.

Der Zustand an sich erstmal ok, habe schon schlimmeres erlebt. Bei der augenscheinlichen Kontrolle ist mir aufgefallen das der VFO nicht mehr im Originalzustand ist. Das analoge Skalenfenster ist nicht vorhanden und unterhalb des VFO Reglers befinden sich zwei zusätzlich angebrachte Schalter? Das Gehäuse ist auch in einem nicht mehr so guten Zustand und so wie ich mich kenne bedeutet das auch ein wenig schleifen, lackieren und polieren. Aber erstmal schauen wie sich der Transceiver von innen macht.

Super alle Einheiten sind noch vollständig. Und soweit auf den ersten Blick alles ok. Aber nö auf den zweiten Blick sind mir dann einige offene Lötstellen aufgefallen. Und die Drehschalter musten auch wieder ein wenig gereinigt und mit Kontaktspray bearbeitet werden. Leider sind die Röhren nicht mehr sendefähig. Schaut zwar toll aus wenn die Heizung in den Rohren glüht aber das wars. Treiberröhre bringt die Gleichspannung aber noch zum schwingen. Genug Anodenspannung bei der PA ist auch vorhanden. Heizung sieht man ja. Also ein Satz neue Röhren rein ins Gerät. Bis dahin ein toller Empfänger.

Klar nicht mit den Finger an den Glaskolben packen 😉 Aber hier legal und egal. Sind ja eh in den Fritten.

Na und nun ist er fertig der Yaesu FT-902DM. Das ganze schaut als Line sehr gut aus und kann im Radio und Telefonmuseum bei Rheda-Wiedenbrück angesehen werden. Nun ein kleines Video vom Funkgerät im Empfangsbetrieb. Sobalt ich die PA mit neuen Röhren bestückt habe kommt auch eins im Sendebetrieb. Im Video ist auch ein kleiner Auschnitt aus dem Museum zu sehen wo man die Line betrachten kann (Noch nicht eingearbeitet!) aber hinfahren und selber schauen macht mehr Spass.

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Gruß an Bord

Gruß an Bord ist nicht neu. Und gibt es heute noch. Aber erstmal was ist hier mit Gruß an Bord gemeint? Für Seeleute welche in der Weihnachtszeit nicht bei ihren Familien sein können. Werden auf unterschiedlichen Frequenzen auf Kurzwelle und auch im TV, Weihnachtsgrüße ausgestrahlt. Wie gesagt das ist nicht neu. Diese Sendungen finden auf Heiligabend statt und das ganze gibt es schon seit 1953. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat damals mit dieser Hörfunksendung begonnen.

Das ganze findet immer noch zu Heiligabend statt. An Heiligabend werden von 20:00 bis 22:00 Uhr auf NDR Info Grüße an die Seeleute in aller Welt gesendet. Heute wird das alles auch über UKE, DAB+ DVB-S zu hören sein aber dennoch mietet der NDR Frequenzen auf KW an damit es bei der Tradition bleibt. Für Funkinteressierte ist dies eine tolle Sache, den klar Kurzwelle macht Spaß.

Also haben mein Bruder und ich auf Heiligabend ein Kurzwellenfunkgerät auf Empfang gestellt. Den live Empfang habe ich zuvor auch noch nicht gemacht. Da wir aber Besuch hatten, sind wir nicht permanent an der Station geblieben. Und haben eine ganze Weile auch nur den Ton live mit aufgenommen.

Die Sendefrequenzen waren im Netz schnell gefunden, 6080kHz.

Zum Empfang haben wir den Icom IC-735 genommen. Und Antenne war eine Diamond 8010 (Mehrband Dipolantenne). Und als zweites Empfangsgerät haben wir ein AOR AR8000 mit einer homemade Magnetic-Loop-Antenne. Überraschenderweise war der Empfang auch mit der Magnetic-Loop-Antenne gut möglich. Wir haben zwischendurch auch die anderen Frequenzen getestet aber die,welche für Europa war, ging am besten.

Natürlich haben wir auch ein wenig mitgeschnitten und gefilmt. Aber es soll keine Kopie der Sendung sein. Wer sich die ganze Sendung anhören möchte kann das online beim NDR machen. Mir kommt es hier auf unser Hobby an, also selber mit Equipment arbeiten usw.

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Bis zum nächsten Beitrag. Da geht es dann wieder um ein Funkgerät, denke ich 😉

Kenwood TS-700 ‚Die 3te‘

Wieso die 3te? Kann ich sagen, ich habe vor kurzen drei weitere Funkgeräte als Projekte ergattert. Mit dabei eine Kenwood TS-700 und zwei habe ich schon wieder ins Leben zurück geholt. Also das ist jetzt die 3te.

Von den drei Kisten sah augenscheinlich die Kenwood am schlimmsten aus. Quasi was für den Elektroschrott. Der Zustand war schlimmer als die anderen beiden vor der Restauration. Aber erstmal das Ergebniss. Das Resultat ist recht gut geworden.

Kenwood TS-700

Das Funkgerät ist ein sehr schöner VHF Transceiver mit Seitenbandfähigkeit. Also von Modulationsarten wie CW, FM, AM, USB und LSB (Seitenband) Betrieb ist es möglich 11 Kanäle mit eigenen Quarzen zu bestücken, quasi an den heutigen Geräten die Memoryspeicher 😉 Es gibt unterschiedliche Versionen wie TS-700, TS-700A, TS-700G und wahrscheinlich weitere, aber alle ziemlich gleich bis ausser kleine Unterschiede wie unter anderem ,einstellbare Sendeleistung an der Rückseite‘. Was ich selber praktisch finde das man an dem Funkgerät die Antennenimpendaz anpassen kann um so auch ein maximum der Sendeleistung und den Empfang einstellen kann. Neue Geräte haben diese Möglichkeit nicht. Wahrscheinlich weil man heute eh von einer angepassten Antennenanlage aus geht. Auch eine Relaisfunktion ist gegeben.

So nun aber von vorne mit der TS-700 die 3te. Hier eine kleine Bilderstrecke vom Zustand wie ich das Funkgerät bekommen habe. Dass das Funkgerät natürlich nicht mehr in Originalzustand war und schon einige Vorbesitzer die Finger im Gerät hatten war keine Übrraschung für mich. Aber dank Internet und den beiden anderen Geräten hatte ich schon das Servicemanual so wie ein wenig Plan von dem Ding.

Ja ich weiß nicht aber die hatte schon ein paar Jahre in irgend einen Keller mit etwas hoher Luftfeuchtigkeit verbracht. Aber der Verkäufer hatte das auch schon so gesagt, ich meine er sprach von um die 20 Jahre. Natürlich hatte der nette OM (Old Man = Amateurfunker) auch angemessene Preisvorstellungen. Und ich kenne mich auch aus. Bei dem Gerät hatte ich aber eigentlich nur eine äußerliche Restaurierung geplant, so als Hinkucker. Aber was soll ich sagen wenn es nicht leuchtet ist es auch blöd oder? Und da ich ja alle Schaltpläne besitze dachte ich mir so, das mach ich fertisch.

Also messen hier messen da trallalla. Um einige Spannungen hinzubekommen fand ich es simpler einen DC DC Converter zu nutzen und diesen für die gebrauchte Spannung einzustellen, 9V hat es nicht gegeben. Damit hatte der VFO auch genug Spannung. Der eingebaute Spannungsverteiler lieferte nur um die 4 Volt. Natürlich hätte ich hier auch den einen oder anderen Kondensator austauschen können. Aber diese DC DC Converter habe ich noch genügend da und das war jetzt der simplere Weg. Störungen werden die Converter hier nicht machen (ähnlich wie ein schlechtes Schaltnetzteil) den die Converter werden hier nicht an ihre Grenzen betrieben und aufgetaktet wird ja auch nicht.

So und nun noch das Gehäuse, leider hat der Rost schon das Blech angegriffen. Die Seitenleisten musste ich auch stark abschleifen so hat sich eine neue Struktur ergeben. Aber das ging nicht anders. Beim reinigen der Front hat mir meine Frau Christina geholfen, was sie echt gut gemacht hat. Die Front ist sogar besser als von den anderen beiden Kisten. Hm ob sie da auch mal bissel reinigen kann 😉

Gehäuse wurde so ziemlich bis auf den blanken Arsch abgeschliffen. Knöpfe und Schalte so wie das Gerät ebenfalls gereinigt. Und die Seitenleisten waren quasi auch nur durch schleifen wieder sauber zu bekommen. Dadurch musste die glatte Fläche durch eine Schleifstruktur entweichen. Was aber auch seinen Charme hat. Was erstmal richtig schlecht ist, ist die Aufschrift an der Schalterleiste. Da weiß ich noch nicht wie ich das behebe, evtl. neu bedrucken? Aber das sprengt evtl. das Projekt. Oder ein 3D Cover drucken was das ganze chic ausschauen lässt mit nem kleinen Display drin. Wo zum Beispiel Betriebsspannung angezeigt werden. Oder Frequenzen das wäre auch genital 😉

Wer solch ein Exemplar auch mal live sehen möchte der sollte mal ein Besuch beim Radio und Telefonmuseum im Verstärkeramt bei Rheda-Wiedenbrück machen.

So und nun will ich euch nicht die fertigen Bilder vom Kenwood TS-700 vorenthalten.

Und natürlich auch einen kleinen Filmbeitrag über den Kenwood TS-700 die 3te.

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Yaesu FT-718

Thomas mein Bruder hat eine Yaesu FT-718, ein Kurzwellentranceiver mit VHF und UHF. Das Gerät hatte nach einiger Zeit einen Kurzschluss. Wir vermuten das der Akku oder die Ladefunktion des Akkus hinüber gegangen ist. Also klar erstmal augenscheinlich begutachten. Auch unsere Gewürzkolben sind zum Einsatz gekommen, geruchsmäßig war aber soweit nix festzustellen. Augenscheinlich war auch erstmal nix wahrzunehmen.

Da hier nicht offensichtlich was zu sehen war und wir erstmal ein paar kleine Messungen an der Ladetechnik gemacht haben, hier war erstmal nix auffälliges. Und die Hauptplatine hatte auch im ausgebauten Zustand keinen Kurzschluss mehr. Also war es schonmal naheliegend das die Zweitplatine mit der PA und den Filtern einen Kurzschluss verursachte. Dennoch habe ich mir auch den Schaltplan angeschaut um nachzuvollziehen wo die positive und negative Spannungen lang gehen. So konnte ich dann auch zwei weitere Sicherungen ausmachen die wie eher mic. SMD Widerstände ausschauen.

So da ich nun wusste wo die Sicherungen sich verstecken. Habe ich diese auch durchgemessen. Von den beiden war eine noch ganz und die andere ebend nicht. Unter dem Mikroskop war es dann gut zu sehen.

Natürlich hatte ich nicht die gleichen Sicherungen hier. Auf die schnelle sind wir dann etwas unkonvenzionell vorgegangen. Also zwei kleine Drähte aufgelötet und da dann eine Glassicherung zwischen (3A) das sollte genügen. So nun haben wir uns der anderen Platine zugewendet. Denn da ist ja immer noch ein Kurzschluss welcher gefunden werden muss. Natürlich mit der Hoffnung das es nicht an der Bedienungsunit liegt. Hier noch ein Bild von der eingelöteten Glassicherung.

Ja ich weiß, das war aber erstmal auf die schnelle eine Lösung 😉

Also die Platine mit den Filtern und der PA erstmal vom Gehäuse lösen und schauen ob ein Kurzschluss zum Gehäuse unterbrochen ist. Und siehe da, der Kurzschluss war weg. Also erstmal die PA durchgemessen. Und tadaa da war der Kurzschluss. Die PA besteht aus einer eigenen Platine mit HF Eingang und HF Ausgang und Spannungsversorgung so wie eine Aktiv Leitung (PTT). Diese gibt es komplett so zu kaufen.

Damit das Gerät erstmal bis zum Eintreffen der neuen PA betrieben werden kann, na klar nur RX. Haben wir die HF Ein- und Ausgänge ersmal direkt verbunden. Da mit einer längeren Lieferzeit gerechnet werden kann. Aber die Neue ist dann auch schnell wieder eingebaut.

Enfach erstmal zwei Drähte an den HF Anschlüssen gelötet und isoliert.

Hier ist ein kleiner Filmmitschnitt. Zum Schluß ist das Resultat zu sehen. Sobald die PA da ist kommt evtl. noch eine Fortsetzung zum Yaesu FT-817. Es steht auch schon der nächste Beitrag über SDR Software Defined Radio an.

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