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Kenwood TS-480 DSP

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Kenwood TS-480 DSP

„Dieses Jahr fahren wir mit dem Auto in den Urlaub. Da möchte ich auf mein Hobby natürlich nicht verzichten. Unter anderem kommt mein Kenwood TS-480 mit, und der soll zu jeder Zeit einsatzbereit sein. Das Display wird praktischerweise abgesetzt betrieben und findet so auch auf dem Armaturenbrett Platz. Es ist mit einem Kabel an der Haupteinheit angeschlossen. Dieses Kabel soll natürlich nicht quer durchs Auto hängen, denn die Haupteinheit ist hinten im Auto gut und sicher verbaut. Also da musste ich mir schon mal was einfallen lassen. Auch soll das Display nicht im Auto bleiben, wenn wir im Hotel sind, um neugierige Blicke gar nicht erst zu provozieren. Grundsätzlich ist das Funkgerät in einem Transportkoffer untergebracht – dazu hatte ich schon mal berichtet. Aber um Platz zu sparen und den Kofferraum frei zu halten, wird es fest ins Auto integriert. Für das Display und das Mikrofon musste jedoch noch ein sicheres Transportmittel her, damit beides, wenn ich das Auto verlasse, sicher transportiert werden kann, bis es dann wieder zum Einsatz kommt. Auch das Mikrofon muss eine Verbindung zur Haupteinheit bekommen. Damit habe ich die Kurzwelle mit dabei. Für VHF und UHF habe ich ein weiteres Funkgerät im Auto verbaut, das jedoch immer im Auto bleibt. Der Kenwood ist nur für den Urlaub im Auto und kommt danach wieder in seinen Einsatzkoffer hinein.“

Kenwood TS-480 SAT DSP Betriebsbereit im Auto.

„Für das Mikrofon habe ich eine Verlängerung schön verdeckt bis hinter den Fahrersitz verlegt. Dort ist nun eine RJ45-Buchse angebracht, wo ich das Mikrofon einfach anschließen kann. Das hat auch den Vorteil, dass es von jedem Insassen benutzt werden kann.“

Hier zusehen der Anschluss vom Mikrofon. Und bei nichtgebrach ist das Mikrofon schnell abgezogen.

Das Kabel von der Mikrofonbuchse ist verdeckt bis zur Haupteinheit geführt.


„Das Display – also die Bedieneinheit – hatte es mir nicht so leicht gemacht. Meine Idee war es gewesen, eine 6-polige Buchse in das Armaturenbrett zu integrieren und dann ein Kabel hinter den Kulissen zur Haupteinheit zu verlegen. Dafür musste ich nun jedoch einen geeigneten Platz auf dem Armaturenbrett suchen. Ich habe mich dann für das Gitter obendrauf entschieden. Zum einen ist darunter der Lautsprecher vom Dualband-Funkgerät (VHF & UHF) untergebracht. Zudem verlaufen dort Lüftungsschächte sowie die Signalisierung der Alarmanlage. Es ist allerdings nur sehr wenig Platz darunter für die 6-polige Buchse. Auch musste ich alles so integrieren, dass es keine Veränderungen oder Beeinträchtigungen des Fahrzeugs gibt. Sonst kann ganz schnell die Betriebserlaubnis erlöschen. Dazu ist ein Blick in die Fahrzeugbetriebsanleitung wichtig, um zu sehen, welche Sendeleistungen am Fahrzeug zulässig sind. Bei meinem Fahrzeug sind es im Amateurfunkbereich auf KW 100 Watt und bei UKW (VHF & UHF) 50 Watt. Dies ist zwingend im Sendebetrieb mit am Fahrzeug angebrachten Antennen zu beachten!“


„Also, wo waren wir? Ach ja, wenig Platz unter der Lüftung. Bei der 6-poligen Buchse gab es wirklich nicht viel Spielraum. Zudem musste ich, um das Kabel schön versteckt zu verlegen, die Armaturen teilweise ausbauen. Das ist natürlich nichts für jedermann, aber für den Geübten ist es machbar. Klar, das Löten der Kontakte usw. sowie das Krimpen von einem RJ12-Stecker sollte man können. So etwas gibt es nicht fertig zu kaufen. Wem dabei ein Fehler unterläuft und wer es nicht kontrolliert, der hat ganz schnell ein kaputtes und sehr teures Funkgerät!“


„So, nun musste noch ein Adapter vom Display (der Bedieneinheit) zur Buchse gefertigt werden. Hierfür habe ich natürlich einen 6-poligen Stecker genommen – halt das Gegenstück zur 6-poligen Buchse – und an das andere Ende des Adapters einen RJ12-Stecker, auch als Westernstecker bekannt, gekrimpt. Auch hier sollte man auf keinen Fall einen Fehler machen. Denn sonst wird es sehr teuer und das Gerät ist kaputt!!!“


„So, nun fehlt mir noch eine sichere Transportbox, in der ich das Display und das Mikrofon sicher transportieren kann. Auch hier habe ich schnell eine Idee gehabt: Da gibt es doch für kleines Geld diese Holzkisten, mit denen ich ja schon so einige Projekte verwirklicht habe. Das sollte hier auch gehen. Also mir nichts, dir nichts eine passende Holzbox geholt. Und damit in der Holzbox alles sicher verstaut werden kann, habe ich diese mit Schaumstoff verkleidet. Da gibt es im Baumarkt solche Schaumstoffmatten, die ebenfalls für kleines Geld zu bekommen sind. Die habe ich mir dann passend zurechtgeschnitten. Die Holzbox habe ich noch mit Holzfarbe von außen besprüht und etwas beschriftet. Das ist auch top geworden!“

„Um das Ganze noch abzurunden: Das Antennensystem besteht aus festen PL-Anschlüssen, so kann ich auch schnell alle Antennen abschrauben und sicher im Auto verstauen. Der Quadbander wird mit einem Duplexer mit je zwei eigenen Antennen betrieben, und auch der Kenwood TS-480 hat seine eigene Antenne. Der Vorteil bei den verbauten PL-Füßen für die Antennen ist, dass ich eine externe, abgesetzte Antenne betreiben kann, die von außen einfach über ein Kabel mit PL-Anschlüssen angeschlossen wird. Ich habe unter anderem auch eine KW-Langdrahtantenne mit dabei, die ich so schnell z. B. zwischen zwei Bäumen spannen kann, um sie dann über ein Kabel ans Auto anzuschließen. Also dienen die PL-Antennenfüße zugleich als Außenanschluss für extern abgesetzte, große Antennen.“

Bis zum nächsten 😉

4 thoughts on “Kenwood TS-480 DSP

  1. Durchdachte Platzierung! Die Positionierung der RJ45-Buchse direkt hinter dem Fahrersitz ist eine extrem clevere Lösung für den Urlaub. Das Spiralkabel des Mikrofons zieht sich so nicht quer über die Mittelkonsole oder stört beim Schalten, und der Beifahrer oder die Passagiere auf der Rückbank können bei Bedarf problemlos das Funkgerät bedienen (z. B. als Logger oder für den Nachwuchs).Da der Kenwood TS-480 für seine empfindliche Modulationsleitung bekannt ist, stellt sich bei einer Verlängerung über RJ45 oft eine wichtige Frage:Haben Sie für die Verlängerung ein geschirmtes Netzwerkkabel (STP/FTP) verwendet, um Einstreuungen (HF-Einstrahlung oder Lichtmaschinen-Pfeifen) auf dem Mikrofonweg zu verhindern, oder gab es beim ersten Testbetrieb bereits eine saubere Modulation?

  2. Ein extrem wichtiger Hinweis!
    Ihr Hinweis auf die Fahrzeugbetriebsanleitung und die zulässigen Sendeleistungen ist Gold wert und wird von vielen Funkamateuren beim Mobilbetrieb leider oft übersehen. Die Hersteller geben diese Grenzen (oft 100 W auf KW, 50 W auf VHF/UHF) streng vor, damit die HF-Energie nicht die empfindliche Bordelektronik (wie Airbag-Steuergeräte, ABS oder ESP) stört. Hält man sich nicht daran und es kommt zu Fehlfunktionen, erlischt tatsächlich die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschutz steht auf dem Spiel.Die Platzierung über dem Lüftungsgitter ist clever, erfordert wegen der darunter liegenden Kanäle und Kabel aber Millimeterarbeit.

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