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Kenwood TS-480 DSP

„Dieses Jahr fahren wir mit dem Auto in den Urlaub. Da möchte ich auf mein Hobby natürlich nicht verzichten. Unter anderem kommt mein Kenwood TS-480 mit, und der soll zu jeder Zeit einsatzbereit sein. Das Display wird praktischerweise abgesetzt betrieben und findet so auch auf dem Armaturenbrett Platz. Es ist mit einem Kabel an der Haupteinheit angeschlossen. Dieses Kabel soll natürlich nicht quer durchs Auto hängen, denn die Haupteinheit ist hinten im Auto gut und sicher verbaut. Also da musste ich mir schon mal was einfallen lassen. Auch soll das Display nicht im Auto bleiben, wenn wir im Hotel sind, um neugierige Blicke gar nicht erst zu provozieren. Grundsätzlich ist das Funkgerät in einem Transportkoffer untergebracht – dazu hatte ich schon mal berichtet. Aber um Platz zu sparen und den Kofferraum frei zu halten, wird es fest ins Auto integriert. Für das Display und das Mikrofon musste jedoch noch ein sicheres Transportmittel her, damit beides, wenn ich das Auto verlasse, sicher transportiert werden kann, bis es dann wieder zum Einsatz kommt. Auch das Mikrofon muss eine Verbindung zur Haupteinheit bekommen. Damit habe ich die Kurzwelle mit dabei. Für VHF und UHF habe ich ein weiteres Funkgerät im Auto verbaut, das jedoch immer im Auto bleibt. Der Kenwood ist nur für den Urlaub im Auto und kommt danach wieder in seinen Einsatzkoffer hinein.“

Kenwood TS-480 SAT DSP Betriebsbereit im Auto.

„Für das Mikrofon habe ich eine Verlängerung schön verdeckt bis hinter den Fahrersitz verlegt. Dort ist nun eine RJ45-Buchse angebracht, wo ich das Mikrofon einfach anschließen kann. Das hat auch den Vorteil, dass es von jedem Insassen benutzt werden kann.“

Hier zusehen der Anschluss vom Mikrofon. Und bei nichtgebrach ist das Mikrofon schnell abgezogen.

Das Kabel von der Mikrofonbuchse ist verdeckt bis zur Haupteinheit geführt.


„Das Display – also die Bedieneinheit – hatte es mir nicht so leicht gemacht. Meine Idee war es gewesen, eine 6-polige Buchse in das Armaturenbrett zu integrieren und dann ein Kabel hinter den Kulissen zur Haupteinheit zu verlegen. Dafür musste ich nun jedoch einen geeigneten Platz auf dem Armaturenbrett suchen. Ich habe mich dann für das Gitter obendrauf entschieden. Zum einen ist darunter der Lautsprecher vom Dualband-Funkgerät (VHF & UHF) untergebracht. Zudem verlaufen dort Lüftungsschächte sowie die Signalisierung der Alarmanlage. Es ist allerdings nur sehr wenig Platz darunter für die 6-polige Buchse. Auch musste ich alles so integrieren, dass es keine Veränderungen oder Beeinträchtigungen des Fahrzeugs gibt. Sonst kann ganz schnell die Betriebserlaubnis erlöschen. Dazu ist ein Blick in die Fahrzeugbetriebsanleitung wichtig, um zu sehen, welche Sendeleistungen am Fahrzeug zulässig sind. Bei meinem Fahrzeug sind es im Amateurfunkbereich auf KW 100 Watt und bei UKW (VHF & UHF) 50 Watt. Dies ist zwingend im Sendebetrieb mit am Fahrzeug angebrachten Antennen zu beachten!“


„Also, wo waren wir? Ach ja, wenig Platz unter der Lüftung. Bei der 6-poligen Buchse gab es wirklich nicht viel Spielraum. Zudem musste ich, um das Kabel schön versteckt zu verlegen, die Armaturen teilweise ausbauen. Das ist natürlich nichts für jedermann, aber für den Geübten ist es machbar. Klar, das Löten der Kontakte usw. sowie das Krimpen von einem RJ12-Stecker sollte man können. So etwas gibt es nicht fertig zu kaufen. Wem dabei ein Fehler unterläuft und wer es nicht kontrolliert, der hat ganz schnell ein kaputtes und sehr teures Funkgerät!“


„So, nun musste noch ein Adapter vom Display (der Bedieneinheit) zur Buchse gefertigt werden. Hierfür habe ich natürlich einen 6-poligen Stecker genommen – halt das Gegenstück zur 6-poligen Buchse – und an das andere Ende des Adapters einen RJ12-Stecker, auch als Westernstecker bekannt, gekrimpt. Auch hier sollte man auf keinen Fall einen Fehler machen. Denn sonst wird es sehr teuer und das Gerät ist kaputt!!!“


„So, nun fehlt mir noch eine sichere Transportbox, in der ich das Display und das Mikrofon sicher transportieren kann. Auch hier habe ich schnell eine Idee gehabt: Da gibt es doch für kleines Geld diese Holzkisten, mit denen ich ja schon so einige Projekte verwirklicht habe. Das sollte hier auch gehen. Also mir nichts, dir nichts eine passende Holzbox geholt. Und damit in der Holzbox alles sicher verstaut werden kann, habe ich diese mit Schaumstoff verkleidet. Da gibt es im Baumarkt solche Schaumstoffmatten, die ebenfalls für kleines Geld zu bekommen sind. Die habe ich mir dann passend zurechtgeschnitten. Die Holzbox habe ich noch mit Holzfarbe von außen besprüht und etwas beschriftet. Das ist auch top geworden!“

„Um das Ganze noch abzurunden: Das Antennensystem besteht aus festen PL-Anschlüssen, so kann ich auch schnell alle Antennen abschrauben und sicher im Auto verstauen. Der Quadbander wird mit einem Duplexer mit je zwei eigenen Antennen betrieben, und auch der Kenwood TS-480 hat seine eigene Antenne. Der Vorteil bei den verbauten PL-Füßen für die Antennen ist, dass ich eine externe, abgesetzte Antenne betreiben kann, die von außen einfach über ein Kabel mit PL-Anschlüssen angeschlossen wird. Ich habe unter anderem auch eine KW-Langdrahtantenne mit dabei, die ich so schnell z. B. zwischen zwei Bäumen spannen kann, um sie dann über ein Kabel ans Auto anzuschließen. Also dienen die PL-Antennenfüße zugleich als Außenanschluss für extern abgesetzte, große Antennen.“

Bis zum nächsten 😉

Die DTMF -Telefonzelle

„Im vorherigen Projekt ging es um DTMF-Töne. Um diese zu erzeugen, hatte ich ein Programm und eine Schaltung – das DTMF-Modul – entwickelt. Das Programm wurde auf einen AVR-Chip geladen. Um zu testen, ob das Programm auch funktioniert, habe ich die DTMF-Telefonzelle erstellt. ;-)“

„Das war mal ein schnelles Projekt. Als Erstes hatte ich die Schaltung – also das DTMF-Modul – noch einmal gebaut. Aus dem Radio- und Telefonmuseum konnte ich zudem noch eine Wählscheibe ergattern. Einen kleinen Lautsprecher hatte ich auch noch in meiner Bastelkiste.“

„Auf dem ersten Bild sind die ATtiny2313 zu sehen, auf die ich das Programm geladen habe. Auf dem anderen Bild sind die Wählscheibe und das selbst gebaute DTMF-Modul zu erkennen – ach ja, der Lautsprecher ist auch mit drauf. Um zu testen, ob die Programmierung der ICs geklappt hat, reicht das ja auch schon. Es sieht nur noch nicht so toll aus. Also, wo baue ich die Schaltung nun ein, sodass sie auch gut zu bedienen ist?“

„Da ist mir eingefallen, dass es diese kleinen Holzkisten sehr günstig zu kaufen gibt – meist unter 5 Euro. Die Kiste, an die ich gedacht hatte, hat die Form einer kleinen Truhe. Aber hochkant gestellt, mit der Wählscheibe oben drauf und etwas bearbeitet … hm. Na, ihr wisst ja, was geschehen ist. Das Titelbild hat es ja schon verraten!“ 😉

„Ja, ein bisschen gehandwerkelt, hier und da ein wenig gebohrt, gesägt, geschraubt – und schon war die Schaltung im Kasten untergebracht. Nun dachte ich mir: Wenn es jetzt etwas wie eine Telefonzelle aussieht, würde das doch super zu diesem Projekt passen. Also habe ich ein Bild von einer Telefonzelle erstellt, das in etwa so aussieht, wie die Telefonzellen damals ausgesehen hatten. Damit es etwas stabil ist, habe ich es einlaminiert. So konnte ich es sogar mit kleinen Schrauben am Kasten befestigen.“

„Und taddaa – fertig! Ich finde es absolut cool und es macht auch Spaß. Ob man damit jetzt auch von unterwegs seinen Anrufbeantworter von damals abhören kann? Ich kann mich noch daran erinnern, dass es einige Anrufbeantworter mit Fernabfrage gegeben hat, und das wurde mit einem kleinen DTMF-Geber gemacht.“

„Aber dieses Exemplar ist für das RTM gedacht, um zu zeigen, wie sich die DTMF-Töne anhören und um zu kontrollieren, ob die ICs richtig programmiert wurden. Das ist dann auch für eine Bastel-AG toll, denn die Teilnehmer wissen dann auch, was beim Einbau ins alte Telefon eigentlich passiert. Wer sich selbst dafür interessiert, der kann hier auf der Seite beim vorherigen Projekt schauen oder einfach mal beim Radio- und Telefonmuseum in Rheda-Wiedenbrück vorbeischauen. Vielleicht sieht man sich dort ja auf einen Plausch. So, und wie gewohnt hier noch ein kleines Video zu diesem Beitrag.“


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Vom Impuls zu DTMF

In diesem Projekt hier soll ein Wählscheibentelefon mit DTMF (dual-tone multi-frequency ‚Doppelton-Mehrfrequenz) erweitert werden. Es ist später als AG-Projekt für das RTM Radio und Telefon-Museum in Rheda-Wiedenbrück gedacht.

Wie ist es dazu gekommen? Na inzwischen ist ja bekannt dass ich das Radio und Telefon-Museum, bei entsprechendem Zeitfenster 😉 unterstütze. Hier hauptsächlich im technischen Bereich. Nun hat mich Dirk und Wilfried gefragt ob ich einen Übersetzer eines Wählscheibentelefons mit Impulsverfahren zu einem DTMF-Verfahren umbauen kann. Die Idee ist nicht neu und im Internet gibt es auch schon diverse Seiten dazu. Dirk hat mir die Internetseite von Klaus Taeuble (https://taeubl.de/IWV-MFV/) gezeigt. Wer sich in die Materie einarbeiten möchte, die Seite ist ein guter Anlaufpunkt. Ich beschreibe hier einen etwas anderen Weg und auch die Schritte, wie ich an die Sache rangegangen bin.

Also was soll geschehen. Es muss eine Schaltung gebaut werden und ein Programm soll später die Steuerung übernehmen. Dazu benötige ich unter anderem, Schaltplan, Platine, Bauteile, der Chip ATtiny (AVR), ein Programm muss programmiert werden, welches dann auch auf dem ATtiny gespeichert werden muss usw. Also wer mit programmieren nichts an der Mütze hat und für diejenigen welche Worte wie Programmer, AVR-Mikrocontroller, ATmega, ATtiny, EEPROM nichts anfangen können, dem würde ich von diesem Projekt abraten. Denn die technische Seite ist nachbaubar. Und auch hier muss man sich schon auskennen um zu wissen wie sich die Bauteile verhalten. Also deren Bauteileigenschaften z.B. Bipolar oder Polar. Und beim nachbauen sollte man die Bauteile auch testen (Funktion vorhanden? ) und prüfen (ist es das richtige Bauteil, Transistor PNP oder NPN ?) können. Die andere Seite ist das programmieren. Quelltexte und Code verstehen, um das Programm anzupassen. Denn das ist zu 95% fast immer nötig. Zum Glück ist das Wort Nerd inzwischen nicht mehr als Nachteil anzusehen 🙂

Vom RTM wurde mir einiges übergeben. Eine Schachtel mit einigen ATtiny ICs verschiedene Versionen ATtiny 2313, ATtiny 2313A und ATtiny 2313V. Die ATtiny’s sind alle in ihrer Grundbeschaltung gleich, was zu erwähnen ist, die V-Version braucht eine geringere Spannung von 1.8 Volt. Diese hätte ich später in meinem Projekt nutzen sollen ;-). Dann waren noch ein paar Adapter zur Aufnahme des Chips mit dabei. Und von Wilfried habe ich noch eine Arduino Kiste mit diversen Bauteilen bekommen, vielen Dank noch mal.

Nun, als erstes habe ich mich auch an die Internet-Seite von Klaus gehalten. Schaltplan nachgebaut (Bitte auf der Seite https://taeubl.de/IWV-MFV/ schauen.) Was auch soweit kein Problem ist. Sehr gut und auch für Anfänger geeignet. Da ich es mir einfach machen wollte habe ich auch das Programm von Klaus seiner Seite genommen, Danke schonmal für das Online stellen. Klaus hat eine .bas Datei und eine .hex Datei zu Verfügung gestellt. Falls man noch nicht weggeklickt hat, .bas sagt mir das es eine Bascom Datei ist und die .hex ist die Datei welche dann vom PC Programm (hier gibt es viele, ich nutze Microchip-Studio hauptsächlich) über den Programmer auf das IC geflasht wird.

Hier ist der Programmer zu sehen mit dem ich das Programm auf dem ATtiny geflasht habe. Zusätzlich ist noch eine separate Spannungsversorgung angeschlossen. Den Chip habe ich, wie hier zu sehen, auf einem Steckboard positioniert. Immer wenn ich Chip oder IC schreibe meine ich den ATtiny.

Also habe ich einen ATtiny2313 genommen, und da war schon die erste Hürde. Mit bei den Sachen war ein DIP-Board, welches schon fertig aufgelötet ist, mit entsprechenden Anschlüssen, um den IC zu programmieren. Aber er wurde nicht erkannt. Das ist komisch, ist aber so.

Da ich nicht das erste Mal AVRs programmiert habe, wusste ich, es kann nicht am Programmer liegen. Dann habe ich das DIP-Board durchgeprüft, ob alle nötigen Verbindungen zum Beschreiben auch passen.

Also die vier wichtigen sind: dW (Reset Pin 1), SCK (Clock Pin 19), MISO (Data Out Pin 18) und MOSI (Data In Pin 17). Zu den vier wichtigen nicht vergessen: GND (Ground bzw. Minus, Pin 10) und VCC (+1,8 V bis +5,5 V je nach Typ, an Pin 20).

Diese Verbindungen waren soweit ok. Dann habe ich noch zwei weitere Programmer genommen, aber die ICs haben sich nicht ansprechen lassen???

Also, was konnte hier nun passiert sein? Es gibt so ganz billige China-Ware (meist Clones), da funktioniert die interne Taktung nicht. Was auch sein kann: die ICs wurden schon einmal umgetaktet und sind damit nicht mehr im Neuzustand.

Wenn die Taktung nicht stimmt, dann passt auch die Schreibgeschwindigkeit nicht und der IC bleibt im Schlafmodus. Was auch sein kann: der Reset-Pin 1 ist abgeschaltet. Dann hilft quasi nur noch ein High-Voltage-Programmer. Dieser legt mit einer hohen Spannung den Reset-Pin an, und der IC wird dann quasi zur Beschreibung gezwungen.

Solch einen Programmer habe ich aber nicht. Also blieb mir nur die Hoffnung, den IC mit einer fremden Taktung zu stimulieren 😉

Und tatsächlich: der ATtiny ist „wach“ geworden. Ich habe aber nicht alle ATtinys getestet. Einige gingen überhaupt nicht, andere schon.

Da ich mir nicht ganz sicher war, was mit den ICs vom RTM ist, habe ich mir zwei neue bestellt. Damit hat alles auf Anhieb geklappt.

Hier die zwei neuen ATtiny2313. Im Nachhinein hätte ich wegen dem niedrigen Strom aus dem Telefon den V-Type nehmen sollen, der arbeitet schon ab +1,8 Volt. Sollte sich jemand mit dem Projekt wirklich auseinandersetzen, dann empfehle ich den ATtiny2313V.

Das Programm von Klaus auf den Chip: Hier muss man zwingend beachten, dass man den entsprechenden Quarz mit 4,9152 MHz nutzt, welcher auch von Klaus verwendet wird. Klaus schreibt, er habe diesen Quarz genommen, da er gut beschaffbar ist.

Das ist zwar nicht der gängigste Quarz – zumindest bei mir nicht –, aber die DTMF-Tonfrequenzen lassen sich mit der Frequenz 4,9152 MHz nahezu sauber erzeugen. Ich gehe davon aus, dass das auch ein Grund für diesen Quarz ist.

Also habe ich einen 4-MHz-Quarz genommen und das Programm entsprechend angepasst. Beim Programmieren muss man dann auch darauf achten, dass der IC auf externe Taktung umgestellt wird. Im Auslieferungszustand ist die interne Taktung aktiv und liegt bei 1 MHz.

Hier ist die nachgebaute Schaltung von Klaus’ Seite zu sehen, mit dem später nachbestellten Quarz 4,9152 MHz.

Was sofort zu sehen ist, sind die vier Dioden, welche zusammen in der Beschaltung einem Brückengleichrichter entsprechen. Kurz gesagt: Wechselspannung rein und Gleichspannung raus.

Dann die Z-Diode in Kombination mit einem Widerstand, um auf 5 Volt zu gelangen (die Z-Diode ist durch einen Transistor verdeckt).

Der Elko, welcher die Spannungsversorgung aufrechterhält und auch glättet.

Der erste Transistor hinter dem Elko, welcher die ankommende Spannung an den Elko abgibt.

Die DIP-Fassung für den ATtiny – dieser ist hier noch nicht aufgesteckt.

Dann vom IC der DTMF-Ausgang gegen Gleichspannung durch den Kondensator (bipolar) abgekoppelt, weiter über einen Vorwiderstand zur Basis der kleinen Verstärkerschaltung (Darlington-Schaltung), welche mit dem ersten Transistor verbunden ist.

Über die Darlington-Schaltung wird das Signal wieder in die Telefonverbindung zurückgeführt.

Dann noch die „Be-Quarzung“, damit der ATtiny auch „wach“ wird.

Die Schaltung und das Programm gibt es bei Klaus auf der Seite 🙂

Ich habe mir gedacht: Wenn ich so etwas baue, ist es doch gut, wenn man die Zwischenschritte einzeln anhören oder testen kann – also Schritt für Schritt. Das Ganze quasi in Module zerlegt.

Ich bin auch etwas anders an die Sache herangegangen:

Schritt 1: Ein Programm schreiben, welches die DTMF-Töne ausgibt.
Schritt 2: Ein kleines Modul erstellen mit einem Ausgang, der ausreichend stark ist, um einen kleinen Lautsprecher zu betreiben.
Schritt 3: Ein Modul zur Spannungsversorgung aus der Telefonleitung – quasi das Netzteil.
Schritt 4: Eine kleine Spannungsregelung (Lautstärkeregler), um das Signal in die Telefonleitung einzubringen.
Schritt 5: Einbau ins Telefon 🙂

Schritt 1, das Programm:
Der Ablauf ist recht simpel. Der ATtiny wartet darauf, dass sich die Wählscheibe aufzieht. Dies misst er über PD3, das ist am IC-Pin 7.

Wird erkannt, dass sich die Wählscheibe nicht mehr in Grundstellung befindet, so aktiviert er die Impulsmessung an PD2, das ist am IC-Pin 6.

Er zählt nun die Impulse der Wählscheibe. Diese berechnet der ATtiny, um auf die richtige DTMF-Frequenz zu kommen. Diese wird dann über PB3, das ist Pin 15, ausgegeben.

Wenn wir schon die ganze Zeit von der Belegung des ATtinys sprechen, ist es auch sinnvoll, mal ein Pinout hier zu zeigen.

Ich habe im Programm zwar den richtigen Pin 15 für den Lautsprecherausgang programmiert, aber dummerweise als Info im Programm Pin 14 geschrieben.

Was war das Resultat? Man hört nichts 🙁

Erst beim Vergleich ist es mir aufgefallen. 40 Minuten für Fehlersuche sind draufgegangen, denn wo sucht der Programmierer zuerst? Klar, im Code!

Wer sich ein bisschen mit AVR-Mikrocontrollern auseinandersetzen möchte, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Es erklärt gut, wie so ein AVR funktioniert und wie die Speicher im Chip beschrieben werden – also wie der Programmcode auf den Mikrocontroller gelangt.

Dieses Buch bezieht sich vor allem auf die ATmega-Mikrocontroller, aber das lässt sich auch gut auf die ATtiny-Familie übertragen.

Ich habe dieses Buch schon lange im Besitz, und es ist heute sehr wahrscheinlich nicht mehr auf dem neuesten Stand. Es sollte aber gebraucht günstig zu bekommen sein. Die ISBN ist 3-89576-063-3.

Und welch ein Wunder: Die Mikrocontroller lassen sich immer noch genauso beschreiben.

Gegenwärtig würde ich aber eher zu Arduino und Co. wechseln. Für Anfänger und auch Fortgeschrittene ersparen diese viel Arbeit und haben bereits einen eigenen Bootloader. Mit anderen Worten: Ein Arduino oder Banana Pi oder Raspberry Pi usw. werden einfach über ein USB-Kabel angeschlossen und können dann über die entsprechende IDE programmiert werden.

Die Teile kosten heute auch nicht mehr die Welt und lassen sich ebenfalls nutzen, um dieses Projekt hier zu realisieren. Aber darum soll es hier nicht gehen.

Da ich damals mit AVR-Programmierung einiges gemacht hatte und in diesem Buch die Bequarzung mit 4 MHz vorgeschlagen wurde, ist das der Grund, warum ich noch ein paar 4-MHz-Quarze vorrätig hatte, wie oben schon erwähnt.

Und ein Zufall: Die 22 pF waren auch vorhanden 🙂

Ab hier ist es dann interessant für diejenigen welche immer noch am Ball geblieben sind und sich vorstellen können selbst diese Projekt umzusetzen um ein eigenes altes Telefon zu nutzen. Den Spass mit Coden und Programmieren könnt ihr umgehen denn ich hänge die Datein hier unten an. So müßt ihr nur noch das Programm auf den ATtiny bekommen, Fragen wie das geht vorzugsweise an Google und Co. Ich habe leider nicht immer die Zeit und darum kann es sein das Antworten spät kommen. Ich werde hier auch alternative Beispiele nennen. Weil mit DTMF kann man ja noch bissel mehr machen.

Schritt 2, das Modul zum Anschluss eines Lautsprechers:
Also, das Programm ist nun auf den ATtiny2313 aufgespielt. Um zu testen, ob es arbeitet und alle Einstellungen richtig sind (Töne, Quarz, Berechnungen, Pinbelegungen, Timer), ist nun das erste Modul dran.

Der Aufbau ist sehr einfach, aber man hat sofort die Gewissheit, dass alles wie gewünscht funktioniert. Und wenn nicht, ist es auch kein Problem, denn viel zum Überprüfen ist ja gar nicht vorhanden.

Der Lautsprecher wird mit der einen Seite (Minus) an DTMF OUT angeschlossen, und die andere Seite kommt an VCC 5 V (Plus) dran. Das reicht für einen kleinen Lautsprecher.

Die Schaltung ist einfach zu verstehen: An Pin 4 und 5 des ATtiny kommt der Quarz 4,9152 MHz mit jeweils einem Beinchen. An beiden Beinchen kommen auch die beiden Keramikkondensatoren mit 22 pF. Warum das so sein muss, hatte ich ja schon erklärt.

Von der Wählscheibe kommt ein Kontakt (Aufziekontakt) an Pin 7 und ein Kontakt vom Pulsgeber an Pin 6. Die anderen beiden Kontakte der Wählscheibe gehen auf GND (Minus).

Keine Panik auf der Titanic, ich erkläre die Wählscheibe noch 😉

Pin 10 des ATtiny kommt auf GND (Minus), Pin 20 kommt über einen Schalter an +5 V (der Schalter ist nicht unwichtig! Man kann das Ganze dadurch ein- und ausschalten ;-)).

Ein kleiner Keramikkondensator mit 100 nF kommt zwischen VCC +5 V und GND (Minus). Ich sehe gerade, dass der Kondensator vor dem Schalter liegt. Das ist erst einmal nicht weiter schlimm, er sollte aber hinter dem Schalter sein. Für den Betrieb macht das zunächst keinen Unterschied.

Das Signal, welches aus Pin 15 kommt, ist zu schwach, um direkt einen Lautsprecher anzuschließen. Ein kleiner Verstärker muss her – das ist der Transistor, welcher die DTMF-Frequenz über einen 10 kΩ Widerstand vom ATtiny bekommt. Das passiert über Pin 15.

Warum macht er das? Weil er es soll 😉

Mit dem Emitter des Transistors geht es dann auf GND (Minus), und der Kollektor des Transistors ist unser Ausgang zum Lautsprecher. Die andere Seite des Lautsprechers kommt auf +5 V.

Nun erfolgt der Test. Wenn alles richtig angeschlossen ist, der ATtiny richtig programmiert worden ist, eine Spannung von 5 Volt anliegt und auch die Wählscheibe richtig angeschlossen ist, dann sollte bei Betätigung der Wählscheibe der entsprechende Ton aus dem Lautsprecher zu hören sein.

Wenn nichts zu hören ist, dann nicht gleich aufgeben. Kontrolliert alle Verbindungen zunächst augenscheinlich. Prüft mit einem Multimeter (das billigste reicht völlig aus), ob alle Verbindungen zu GND in Ordnung sind und ob auch die Grundspannung von +5 V anliegt.

Dann überprüft auch, ob es keine Verwechslung bei den Anschlüssen der Wählscheibe gibt. Und deshalb gehe ich hier auch noch einmal etwas näher auf die Wählscheibe ein.

Hier ist die Wählscheibe, welche an das ATtiny-Modul angeschlossen ist, um die Funktion zu testen. Die Wählscheibe hat vier Kabel: Weiß, Braun, Grün und Gelb.

Das weiße und das braune Kabel sind der „NSA“. Wenn die Wählscheibe betätigt wird, schließen diese kurz. Ein Kabel davon, z. B. das braune, kommt an GND (Minus), das andere weiße Kabel kommt an Pin 7 des ATtiny.

Die anderen beiden Kabel, also das grüne und das gelbe Kabel, sind der „NSI“-Impulsgeber. Hier kommt ein Kabel, z. B. das grüne, an GND (Minus), das andere gelbe Kabel kommt an Pin 6.

Wenn hier alles richtig ist und nix zu hören ist dann ist der ATtiny nicht richtig programmiert und man muss prüfen ob der Chip arbeitet bzw das Programm richtig installiert wurde, auch ob alle angesprochenen Pin’s richtig im Programm stehen.

Schritt 3, ein Modul zur Spannungsversorgung aus dem Telefon:
Gut, wenn bis hierhin alles geklappt hat, dann machen wir mal weiter.

Da wir eine Wechselspannung am analogen Telefonanschluss haben, muss diese zunächst gleichgerichtet und auf eine begrenzte Spannung von +5 V reduziert werden.

Hinzu kommt ein kleiner Speicher, und da wir mit diesem Modul ohnehin an der Telefonleitung hängen, erfolgt hier auch die Einspeisung des DTMF-Signals vom ATtiny-Modul.

Auch diese Schaltung ist so simpel wie möglich gehalten. Ein Test mit einem Netzteil ist ebenfalls möglich, um zu prüfen, ob das Spannungsmodul funktioniert.

Also der Start beginnt am NS-Eingang mit 3 und 4. Das entspricht den Anschlüssen vom Telefon, wo ja vorher die Wählscheibe dran war. Das zeige ich aber noch.

Von 3 und 4 geht es zum Brückengleichrichter (möglichst sparsame Dioden verwenden). An den Kontakten Plus (+) und Minus (–) des Brückengleichrichters haben wir schon einmal DC-Gleichspannung.

Minus geht auf GND (Minus). Vom Plus geht es weiter auf einen 470-Ohm-Widerstand, dann folgt eine Z-Diode mit 5,6 V. Die Z-Diode wird in Sperrrichtung betrieben. Also: der Ring geht auf Plus und die andere Seite der Z-Diode geht auf GND (Minus). Von hier an sollten 5 Volt auf der Plus-Seite anliegen.

Dann geht es auf der Plus-Seite (+5 V) weiter auf eine Diode (Ring in Richtung Elko) und von der Diode weiter zum Elko (Elektrolytkondensator). Damit wird verhindert, dass Spannung wieder zurückläuft.

Dann kommt der Elko mit 2000 µF, dessen Plus an +5 V und Minus an GND (Minus) liegt.

Zum Schluss kommt ein kleiner 1:1, möglichst verbrauchsarmer Übertrager (kleiner Trafo). Die eine Seite des Übertragers kommt an Plus (+5 V) und GND (Minus). Die andere Seite des Übertragers: ein Anschluss kommt auf +5 V, und die andere Seite geht zum ATtiny-Modul, genauer gesagt zum DTMF-Ausgang (Kollektor des Transistors).

Hier beachten: den Übertrager genau so anschließen, sonst funktioniert es nicht 😉

Hier sind beide Module zu den Schaltbild zu sehen.

Schritt 4, ein kleiner Spannungsregler / Lautstärkeregler:
Also, wenn das DTMF-Signal tatsächlich immer noch zu laut ist, könnt ihr mit einem 10-kΩ-Poti die Lautstärke regeln.

Ein einfaches Poti hat drei Kontakte: Ein Außenkontakt kommt an den DTMF-Ausgang des ATtiny-Moduls, und der andere äußere Kontakt geht auf GND (Minus). Der mittlere Kontakt geht zum Spannungsmodul an den DTMF-Eingang.

Da die Strom- und Spannungsversorgung ohnehin am unteren Bereich angelangt ist, wird es nicht nötig sein, einen Spannungsteiler einzubauen. Wenn wir jedoch keine externe Spannungsversorgung anlegen und mit dem ATtiny2313 arbeiten, ist ein kleiner Reset-Schalter angebracht. Denn wenn sich der IC aufhängt, kann man ihn darüber schnell resetten (der Schalter im ATtiny-Modul-Plan ganz oben).

Schritt 5, der Einbau ins Telefon:
Also der Einbau ins Telefon ist jetzt kein Hexenwerk mehr. Die Module sollten locker Platz in den alten Kisten haben.

Wir benötigen nur die beiden Anschlüsse vom Spannungsmodul 3 und 4, und die verbinden wir im Telefon dort, wo zuvor die Wählscheibe angeschlossen war.

Dann sind im Telefon noch die zwei Pins mit der Bezeichnung 1 und 2 übrig. Diese werden einfach gebrückt.

Im Bild oben zu sehen: 1 und 2 sind gebrückt, und an 3 und 4 kommt das Spannungsmodul dran. Wie herum ist dabei völlig egal, da es sich um Wechselspannung handelt. Beim Stecker des Staubsaugers ist es ja auch egal, wie herum er eingesteckt wird. Bei Gleichspannung würde euer Staubsauger alles ausspucken oder saugen 😉

Vergesst nicht den Resetschalter, oder auch „On/Off-Knopf“ genannt. Es macht keinen Spaß, das Telefon jedes Mal auseinanderzuschrauben.

Ich würde einen externen Akku empfehlen, der euer System mit genügend „Wumms“ versorgt.

Wenn alles drin ist: Deckel drauf und fertig.

Es kommt noch ein Video zu diesem Beitrag. Darin erkläre ich alles noch einmal und führe es auch vor. Außerdem folgen noch die Dateien des Programms, welches ich geschrieben habe.

Jetzt bitte dreimal auf die linke Schulter klopfen: Dass du bis hierhin durchgehalten hast, hast du dir auch verdient 😉

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An hier nurnoch das Programm. Viell Spass beim Bastel. Ach ja ich übernehme keinerlei Haftung, Ihr seit selbst Verantwortlich!!! Das Programm kann man nach belieben umändern. Wenn es wo anders eingestellt wird, dann nur mit dem Hinweiß wo es her ist.

// WWW.NRWFUNK.DE
#define F_CPU 4915200UL  // Auf den neuen 4,9152 MHz Quarz angepasst
#include <avr/io.h>
#include <util/delay.h>
#include <avr/interrupt.h>
#include <avr/pgmspace.h>

// Pins definieren
#define NS_PIN      PD2 // Gelb/Grün (Impulse)
#define NSA_PIN     PD3 // Braun/Weiß (Aktivität)
#define SPEAKER_PIN PB3 // OC1A (Lautsprecher-Ausgang, Pin 15 ist Angepasst.)

// DTMF Frequenzen (Phasenschritte für DDS bei genau 19.2kHz Sampling)
// Index entspricht direkt der gewählten Ziffer (0-9)
// Formel: (Frequenz * 65536) / 19200
const uint16_t freq_low[] PROGMEM  = {3212, 2379, 2379, 2379, 2628, 2628, 2628, 2908, 2908, 2908}; // 0=941Hz, 1-3=697Hz, 4-6=770Hz, 7-9=852Hz
const uint16_t freq_high[] PROGMEM = {4560, 4126, 4560, 5041, 4126, 4560, 5041, 4126, 4560, 5041}; // 0=1336Hz, 1/4/7=1209Hz, 2/5/8=1336Hz, 3/6/9=1477Hz

// Sinustabelle (128 Werte, um RAM zu sparen direkt im Flash/PROGMEM)
const uint8_t sine_table[] PROGMEM = {
	128,134,140,146,152,158,164,170,176,181,187,192,198,203,208,212,
	217,221,225,229,233,236,239,242,244,247,249,250,252,253,254,254,
	255,254,254,253,252,250,249,247,244,242,239,236,233,229,225,221,
	217,212,208,203,198,192,187,181,176,170,164,158,152,146,140,134,
	128,122,116,110,104, 98, 92, 86, 80, 75, 69, 64, 58, 53, 48, 44,
	39, 35, 31, 27, 23, 20, 17, 14, 12,  9,  7,  6,  4,  3,  2,  2,
	1,  2,  2,  3,  4,  6,  7,  9, 12, 14, 17, 20, 23, 27, 31, 35,
	39, 44, 48, 53, 58, 64, 69, 75, 80, 86, 92, 98,104,110,116,122
};

volatile uint16_t phase_acc_low, phase_step_low;
volatile uint16_t phase_acc_high, phase_step_high;
volatile uint8_t tone_on = 0;

// Interrupt für Sound-Erzeugung (Timer 1 Overflow läuft mit exakt 19.200 Hz)
ISR(TIMER1_OVF_vect) {
	if (tone_on) {
		phase_acc_low += phase_step_low;
		phase_acc_high += phase_step_high;
		
		// Werte aus der Flash-Tabelle lesen und Index umwandeln (Shift um 9)
		uint8_t sample_low = pgm_read_byte(&(sine_table[(phase_acc_low >> 9)]));
		uint8_t sample_high = pgm_read_byte(&(sine_table[(phase_acc_high >> 9)]));
		
		OCR1A = (sample_low >> 1) + (sample_high >> 1); // Mixen ohne Übersteuerung
		} else {
		OCR1A = 128; // Stille (Mitte des PWM-Bereichs)
	}
}

void play_dtmf(uint8_t digit) {
	// Frequenzen aus dem Flash laden
	phase_step_low = pgm_read_word(&(freq_low[digit]));
	phase_step_high = pgm_read_word(&(freq_high[digit]));
	
	tone_on = 1;
	_delay_ms(200); // Tondauer für die Fritz!Box (200 Millisekunden)
	tone_on = 0;
}

int main(void) {
	// I/O Setup
	DDRD &= ~((1 << NS_PIN) | (1 << NSA_PIN)); // Eingänge
	PORTD |= (1 << NS_PIN) | (1 << NSA_PIN);  // Interne Pull-ups aktivieren
	DDRB |= (1 << SPEAKER_PIN);                // PWM Ausgang auf Pin 14
	
	// Timer 1 Setup (8-Bit Fast PWM, Mode 5)
	// Bei Takt 4.9152 MHz / 256 ergibt das eine exakte Samplingfrequenz von 19.200 Hz
	TCCR1A = (1 << COM1A1) | (1 << WGM10);
	TCCR1B = (1 << WGM12) | (1 << CS10);       // Kein Prescaler
	TIMSK |= (1 << TOIE1);                     // Overflow-Interrupt einschalten
	
	sei(); // Interrupts global aktivieren
	
	uint8_t pulse_count = 0;

	while (1) {
		// Warten bis Wählscheibe bewegt wird (nSA schließt gegen Masse -> LOW)
		if (!(PIND & (1 << NSA_PIN))) {
			pulse_count = 0;
			
			// Solange die Wählscheibe läuft (nSA bleibt im aktiven Zustand)
			while (!(PIND & (1 << NSA_PIN))) {
				// Impuls erkannt (nS öffnet -> Pin geht auf HIGH durch den internen Pull-up)
				if (PIND & (1 << NS_PIN)) {
					pulse_count++;
					while (PIND & (1 << NS_PIN)); // Warten, bis der Kontakt wieder schließt (LOW)
					_delay_ms(25); // Erhöhte Entprellzeit für alte mechanische Kontakte
				}
			}
			
			// Gültige Ziffer auswerten
			if (pulse_count > 0) {
				if (pulse_count == 10) pulse_count = 0;
				play_dtmf(pulse_count);
			}
		}
	}
}

Infotelefon

Hier das Projekt, Infotelefon. Wer ein altes Telefon, also genau genommen Wählscheibentelefon zu Hause hat, für den könnte dieses Projekt interesant sein. Als Infotelefon oder Begrüßungstelefon was auch immer. Da ich schon einige Projekte mit Telefonen hinter mir habe, kam mir die Idee eine Schaltung zu bauen wo man ein altes Wählscheibentelefon anschließen kann. Welche das Telefon klingeln lässt sobald sich eine Person dem Telefon nähert. Und wenn die Person weiter geht soll das Wählscheibentelefon wieder stumm sein. Nimmt man aber den Hörer ab so soll eine Audiodatei zu hören sein. Das kann natürlich alles mögliche sein. Da ich das Projekt für das Radio und Telefonmuseum in Rheda- Wiedenbrück entworfen habe, habe ich als Audiodatei eine kurze Geschichte zum Telefon aufgespielt.

Realisieren werde ich das ganze mit einen Arduino. Damit habe ich schon einige Projekte realisiert und ein Arduino lässt im nachhinein immer noch einige Erweiterungen zu. Hinzu kommt ein DFPlayer welcher die Audiodatein von einer SD lesen kann. Der wird über den Arduino gesteuert und liefert dann die Audioausgabe ans Telefon. Damit das Telefon klingeln kann benötigt man ca. 60 bis 90 Volt Klingelspannung (Impuls- oder Wechselspannung keine Gleichspannung!) Diese erreicht man zum Beispiel mit einen Trafo welcher Impulse von einem Mosfet Modul bekommt und diese kleine Impulsspannung hoch transformiert. Das Mosfet Modul wird auch durch den Arduino gesteuert. Um zwischen Klingelspannung und Audiospannung hin und her zuschalten wird ein 5 Volt Relais eingesetzt. Rate mal wer dieses Relais steuert? Na klar der Arduino. Nun fehlt noch eine kleine Schaltung zur Erkennung ob der Hörer abgehoben wird oder aufgelegt. Das habe ich mit einen Optokoppler geschaltet. Dieser trennt das nochmal galvanisch vom Arduino. Und man kann auch für spätere Erweiterungen die Wählscheibe auswerten. Ich hab es ja gesagt mit so einen Arduino geht einiges. Da kommen mir schon die nächsten Ideen;-)

Damit auch Aussenstehende was hören können wurde noch ein Lautsprecher mit integriert. Ich habe da mal eine Grafik zusammengestellt mit den Verbindungen. Soll auch nur für die Verständlichkeit sein. Darum habe ich hier auch kein Schaltplan für den studierten Techniker eingefügt. Es sollte ja jeder nachbauen können. Normalerweise stelle ich nur die Projekte von mir ein aber viele haben halt noch Spass daran ein altes Telefon als Begrüßungstelefon, Hobbyraum oder just for fun zu nutzen.

Hier oben ist zu sehen wie alles miteinander verbunden ist. Der PC817C ist ein standart Optokoppler. Am Relais kann man gut erkennen das die Klingelspannung vom Trafo im NC (Normal Clost) nicht mit dem Arduino in Kontakt kommen kann. Das kann den Arduino schnell mal zerstören! Da also bitte drauf achten. Den Quellcode (Arduino Sketch) kommt am Ende des Beitrags.

Ok wir machen dann mit dem Projekt weiter. Als erstes habe ich eine Versuchsschaltung auf dem Steckboard aufgebaut. Hier kann man auch schnell mal was umbauen zum Testen.

Nach dem der Testaufbau dann mit entsprechenden Programm so gearbeitet hat wie ich mir das vorgestellt habe. Was bestimmt nicht sofort hingehauen hat. (Aber einfach kann ja jeder.) Nun habe ich alles auf einer Platine gebracht. Also löten löten und löten, ach ja und aufpassen beim löten. Zur Hilfe habe ich dann einen selbstgestrickten oder eher gekritzelten Schaltplan genommen. Den will aber keiner sehen 😉 Er entspricht aber den, welcher oben zu sehen ist.

So nun musste das ganze noch irgend wo hineingebaut werden. Schaut ja sonst blöde aus. Damit das ganze auch ohne Netzteil betrieben werden kann, habe ich noch einen DC-DC Konverter mit eingebaut. Und ein Batteriepack mit 12-15Volt. Der DC-DC Konverter regelt dann eine Spannung von 5 Volt. Zusätzlich zur Spannungsüberprüfung ist noch ein Voltmeter und ein AN / AUS Schalter hinzugekommen. Die TAE Telefonbuchse habe ich mit ins Gehäuse untergebracht. Aussen an der Holzbox sah das nicht gut aus. Die Box ist so groß dass man ein Telefon ohne Probleme obendrauf stellen kann. Der Ultraschallsensor ist durch zwei gebohrte Löcher an der Front der Box eingebaut.

Fertig 😉 Schaut doch gut aus, damit das Kabel vom Telefon nicht gequetscht wird ist bei der Öffnung eine kleine Kerbe drin. Na gut nun wird es Zeit das man alles auch mal sehen kann, darum habe ich hierzu auch ein Video gemacht. Und wie schon gesagt im Radio und Telefonmuseum bei Rheda Wiedenbrück kann man sich das Infotelefon dann auch live ansehen und hören 😉

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Für die welche dann doch mal genauer sehen möchten was passiert kommt jetzt der Arduino Code. Für alle anderen, bis zum nächsten Projekt. AWDH, AWDS & 73

Infotelefon

#include <SoftwareSerial.h>

#include <DFRobotDFPlayerMini.h>

// Pins

const int mosfetPin = 6;

const int relayPin  = 7;

const int hookPin   = 2;

// Ultraschall

const int trigPin = 8;

const int echoPin = 9;

// DFPlayer

SoftwareSerial mp3Serial(10, 11);

DFRobotDFPlayerMini player;

// Status

bool offHook = false;

bool isPlaying = false;

bool presenceDetected = false;

unsigned long cooldownStart = 0;

long distance = 0;

void setup() {

  pinMode(mosfetPin, OUTPUT);

  pinMode(relayPin, OUTPUT);

  pinMode(hookPin, INPUT);

  pinMode(trigPin, OUTPUT);

  pinMode(echoPin, INPUT);

  digitalWrite(mosfetPin, LOW);

  digitalWrite(relayPin, LOW);

  mp3Serial.begin(9600);

  if (player.begin(mp3Serial)) {

    player.volume(20);

  }

}

void loop() {

  // ☎️ Hörer abgehoben → Sensor deaktiviert

  if (offHook) {

    if (digitalRead(hookPin) == HIGH) {

      // Hörer aufgelegt → Cooldown starten

      cooldownStart = millis();

      offHook = false;

      isPlaying = false;

    }

    return;

  }

  // ⏳ Cooldown 20 Sekunden

  if (millis() – cooldownStart < 20000) {

    return;

  }

  // 📡 Abstand messen

  distance = measureDistance();

  // ❌ ungültige Werte ignorieren

  if (distance < 5 || distance > 200) {

    return;

  }

  // 🔁 Hysterese (50 / 70 cm)

  if (!presenceDetected && distance < 50) {

    presenceDetected = true;   // Einschalten

  }

  if (presenceDetected && distance > 70) {

    presenceDetected = false;  // Ausschalten

  }

  // ❌ Niemand da → alles aus

  if (!presenceDetected) {

    digitalWrite(mosfetPin, LOW);

    digitalWrite(relayPin, LOW);

    return;

  }

  // ☎️ Hörer abgehoben?

  if (digitalRead(hookPin) == LOW) {

    offHookDetected();

    return;

  }

  // 🔔 Klingeln

  ringCycle();

}

// 📡 Abstand messen (robust)

long measureDistance() {

  digitalWrite(trigPin, LOW);

  delayMicroseconds(5);

  digitalWrite(trigPin, HIGH);

  delayMicroseconds(10);

  digitalWrite(trigPin, LOW);

  long duration = pulseIn(echoPin, HIGH, 30000);

  if (duration == 0) return 999;

  long dist = duration * 0.034 / 2;

  return dist;

}

// 🔔 Klingeln (1 Zyklus)

void ringCycle() {

  digitalWrite(relayPin, HIGH);

  // 1 Sekunde klingeln (~25 Hz)

  for (int i = 0; i < 25; i++) {

    digitalWrite(mosfetPin, HIGH);

    delay(20);

    digitalWrite(mosfetPin, LOW);

    delay(20);

  }

  digitalWrite(mosfetPin, LOW);

  digitalWrite(relayPin, LOW);

  // Pause (3 Sekunden)

  for (int i = 0; i < 30; i++) {

    // Wenn Person weg → abbrechen

    if (measureDistance() > 70) return;

    // Hörer abgehoben?

    if (digitalRead(hookPin) == LOW) {

      offHookDetected();

      return;

    }

    delay(100);

  }

}

// ☎️ Hörer abgehoben

void offHookDetected() {

  offHook = true;

  digitalWrite(mosfetPin, LOW);

  digitalWrite(relayPin, LOW);

  delay(300);

  if (!isPlaying) {

    player.play(1); // 0001.mp3

    isPlaying = true;

  }

}

Kopieren anpassen was auch immer ist erlaubt nur bitte die Herkunft immer mit angeben!

Infotelefon
Ring Ring Ring

Telefonanlage für Wählscheibentelefone

Auf mein vorheriges Projekt aufbauend, eine Erweiterung. Ich hatte ja schon im Projekt Telefonklingel erwähnt das ich noch ein paar Ideen habe. Da ich eh schon ein Arduino zur Ansteuerung des Trafos benutze, ergeben sich noch weitere Möglichkeiten, als zwei Telefone das ist eher langweilig. Aber mehrere Telefone anschließen und dann soll es auch kein Kuddelmuddel geben. Denn man soll ja jedes Telefon anrufen können.

Was soll nun passieren. Der Arduino soll die drei Telefone überwachen. Er prüft ob ein Hörer abgehoben ist dann wird überprüft welche Zahl über die Wählscheibe gewählt wird, danach soll das angerufene Telefon klingeln. Das angerufene Telefon wird nun überwacht, ob dort der Hörer abgehoben wird. Ist das der Fall dann werden beide Telefonen mit einander verbunden. Nun wird überwacht ob einer von beiden Teilnehmer auflegt. Ist dass der Fall dann wird die Verbindung wieder getrennt und die Überwachung der drei Telefone ist wieder aktiv.

Und es soll die maximale Nutzung auf eine Minute begrenzt werden. Wenn man einen Teilnehmer anruft, der aber nicht anwesend ist, spätestens nach einer Minute alles wieder im Überwachungsmodus schaltet. Auch Gespräche werden bei einer maximalen Länge von einer Minute getrennt. Ich denke das dies völlig ausreichend ist, da bei einer Hausanlage nur kurze Infos abgesprochen werden. Zum Beispiel ‚Das Essen ist fertig oder Der Besuch ist da‘. Und wenn die Minute nicht ausreichend ist kann man ja nochmal wählen 😉

Als nächstes kommt noch ein Freiton und Besetztton hinzu. Aber erstmal das Programm welches auf den Arduino kommt. Hier muss schon einiges beachtet werden, den drei Relais je Telefon und ein Klingelrelais müssen gesteuert werden hinzu kommt die Überwachung die über Optokoppler realisiert wird. Dann muss alles richtig verbunden werden und das alles soll über die a/b Leitung der Telefone geschehen.

Oben zu sehen ist die Schaltung. Die Anschlüsse sind natürlich abhängig von der Programmierung. Aber es lassen sich noch mehr Telefone in die Anlage integrieren. Also man kann die Anlage mit einer Telefonschaltung erweitern. Mit einem Arduino Nano geht das dann so weit, wie noch freie IO Pins vorhanden sind. Lässt sich aber auch mit entsprechenden Erweiterungen noch mehr ausbauen. Für mich sind aber drei Telefone ausreichend.

Oben zu sehen, die Schaltung ist soweit erstmal als Versuchsaufbau mit einem Steckboard realisiert. Nicht so leicht alle Steckverbindungen in den richtigen Reihen einzuordnen. Aber mit einem Adlerauge bekommt man dass auch hin 😉 Nach dem alles mit entsprechendem Programm zu meiner Zufriedenheit funktioniert, wird es auf eine Platine aufgebaut. Und anschließend alles in einem Gehäuse unter gebracht. Zu dem kommt noch proTelefon ein Batteriefach mit ins Gehäuse. Damit werden die Telefone versorgt. Denn wenn die Telefone zusammengeschaltet sind müssen die ja eine Gleichspannung haben um auch Gespräche zuzulassen. Die Batterien halten ewig, da im Leerlauf kein Spannungskreislauf besteht. Die Schaltung kommt ohne weiteres mit 5V & 1A aus. Also die USB Versorgung des Arduino’s reicht völlig aus. Besser aber ein Netzteil mit 5V & 2A benutzen.

Ja ich denke das könnte auch viele interessieren die noch ein paar Wählscheibentelefone zu Hause haben und diese gerne als Haustelefon betreiben möchten. Also mit Wählscheibenfunktion und die Möglichkeit noch mehr Telefone anzuschließen. Mein nächstes Projekt steht auch schon an. Eine Telefonbox welche ein Telefon klingeln lässt wenn man sich dem annähert, und beim abheben des Hörers wird eine Audiodatei mit Begrüßung, oder was auch immer, abgespielt. Das gute, es wird eine Telefonbuchse TAE oder wie die sich nennt angeschlossen. So kann man dann auch andere Telefone einstecken. Das Projekt wird dann sehr wahrscheinlich ans Radio und Telefonmuseum in Rheda-Wiedenbrück gehen. Denn genau da gehört sowas hin 😉 Aber hier eine kleines Video zu diesem Projekt.

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Für die jenigen welche den Sketch haben möchten. Und sich bissel auskennen. Habe ich nun Folgend das Programm angehängt. Das Programm darf gerne kopiert werden. Eine Abänderung zur Anpassung der Belegung und Erweiterungen sind auch gestattet. Nur der Hinweiß zu dieser Homepage sollte bei Weitergabe mit inbegriffen sein.

Für die anderen die mit programmieren nicht so viel an der Mütze haben, wir sehen uns im nächsten Projekt.

// ================== PIN BELEGUNG ==================

//================ WWW.NRWFUNK.DE =================

#define RELAY_T1 8
#define RELAY_T2 9
#define RELAY_T3 10
#define RELAY_RING 7
#define MOSFET 6

#define DIAL1 2
#define DIAL2 3
#define DIAL3 4

// ================== VARIABLEN ==================
volatile int pulseCount = 0;
volatile int activeDial = 0;
unsigned long lastPulseTime = 0;

// ================== SETUP ==================
void setup() {

pinMode(RELAY_T1, OUTPUT);
pinMode(RELAY_T2, OUTPUT);
pinMode(RELAY_T3, OUTPUT);
pinMode(RELAY_RING, OUTPUT);
pinMode(MOSFET, OUTPUT);

pinMode(DIAL1, INPUT_PULLUP);
pinMode(DIAL2, INPUT_PULLUP);
pinMode(DIAL3, INPUT_PULLUP);

attachInterrupt(digitalPinToInterrupt(DIAL1), pulse1, RISING);
attachInterrupt(digitalPinToInterrupt(DIAL2), pulse2, RISING);
attachInterrupt(digitalPinToInterrupt(DIAL3), pulse3, RISING);

allIdle();
}

// ================== RESET ==================
void allIdle() {
digitalWrite(RELAY_T1, LOW);
digitalWrite(RELAY_T2, LOW);
digitalWrite(RELAY_T3, LOW);
digitalWrite(RELAY_RING, LOW);
}

// ================== IMPULSE ==================
void pulse1() { handlePulse(1); }
void pulse2() { handlePulse(2); }
void pulse3() { handlePulse(3); }

void handlePulse(int phone) {
static unsigned long last = 0;

if (millis() – last > 10) {
pulseCount++;
activeDial = phone;
lastPulseTime = millis();
}
last = millis();
}

// ================== EINSTELLIGE WAHL ==================
int readDial(int &caller) {

pulseCount = 0;
activeDial = 0;

while (pulseCount == 0);
while (millis() – lastPulseTime < 800);

int number = pulseCount;
if (number == 10) number = 0;

caller = activeDial;
return number;
}

// ================== KLINGEL ==================
void ringSignal(int duration_ms) {

unsigned long start = millis();

while (millis() – start < duration_ms) {
digitalWrite(MOSFET, HIGH);
delay(20);
digitalWrite(MOSFET, LOW);
delay(20);
}
}

// ================== HOOK ÜBER a/b ==================
bool checkOffHook(int dialPin) {
return digitalRead(dialPin) == LOW;
}

// ================== KLINGELN ==================
bool callPhone(int targetRelay, int dialPin) {

for (int i = 0; i < 20; i++) {

digitalWrite(targetRelay, HIGH);

digitalWrite(RELAY_RING, HIGH);

ringSignal(1000);

digitalWrite(RELAY_RING, LOW);

digitalWrite(targetRelay, LOW);

delay(150);

if (checkOffHook(dialPin)) {

  return true;

}

delay(2850);

}

return false;
}

// ================== VERBINDEN ==================
void connectPhones(int r1, int r2) {

allIdle();
delay(50);

digitalWrite(r1, HIGH);
digitalWrite(r2, HIGH);

unsigned long start = millis();

while (millis() – start < 20000) {
delay(50);
}

digitalWrite(r1, LOW);
digitalWrite(r2, LOW);
}

// ================== LOOP ==================
void loop() {

int caller = 0;
int number = readDial(caller);

// ===== ROUTING (4 / 5 / 6) =====

if (caller == 1 && number == 5) {
if (callPhone(RELAY_T2, DIAL2)) {
connectPhones(RELAY_T1, RELAY_T2);
}
}

if (caller == 1 && number == 6) {
if (callPhone(RELAY_T3, DIAL3)) {
connectPhones(RELAY_T1, RELAY_T3);
}
}

if (caller == 2 && number == 4) {
if (callPhone(RELAY_T1, DIAL1)) {
connectPhones(RELAY_T2, RELAY_T1);
}
}

if (caller == 2 && number == 6) {
if (callPhone(RELAY_T3, DIAL3)) {
connectPhones(RELAY_T2, RELAY_T3);
}
}

if (caller == 3 && number == 4) {
if (callPhone(RELAY_T1, DIAL1)) {
connectPhones(RELAY_T3, RELAY_T1);
}
}

if (caller == 3 && number == 5) {
if (callPhone(RELAY_T2, DIAL2)) {
connectPhones(RELAY_T3, RELAY_T2);
}
}
}

Bis zur letzten geschweiften Klammer kopieren und in euer Projekt einfügen. Viel Spass beim Projekt.

Telefonklingel

Mir wurde vor kurzem die Frage gestellt “ Wie kann ich zu Hause ein altes Telefon klingeln lassen ? “ Ja da gibt es mehrere Möglichkeiten. Aber so als Schaltung habe ich erst an einen Timer IC gedacht und da ich noch ein paar von den NE555 in der Bastelkiste hab, habe ich damit eine Schaltung auf das Steckboard aufgebaut.

Also das Prinzip ist mit dem Timer NE555 ein Interwall auszugeben und damit einen Transistor zusteuern, welcher ein 5Volt Relais schaltet und so eine Spannung auf ein Trafo gibt (Trafo z.B. 220~V auf 12~V) diesen rückwärts betrieben um so eine kleine Spannung, hoch auf ca. 60 bis 90 Volt zu transformieren. Da die alten Telefone eine Klingelspannung von ca. 60 – 90 Volt benötigen. Um einen guten Klingelton hin zubekommen sollte man 25Hz (25 Impulse pro Sekunde) schaffen.

Das funktioniert schon sehr gut. Aber damit das ganze noch besser funktioniert habe ich Mosfet Transistoren Module (schneller in den Zyklen und leistungsstark) mit einen Arduino angesteuert und damit einen Trafo. Das geht dann mal richtig gut. Denn das Relais wird hier an seine Schaltinterwallgrenze betrieben und das geht nicht wirklich lange gut! Vorteil ist, es ist einfach man kommt mit einer USB Versorgung aus und durch den Arduino ergeben sich noch weitere Möglichkeiten. Der Arduino hat aber erstmal nur ein ganz simples Programm welches PWM Signal an das Mosfetmodul sendet.

Na das schaut doch schonmal viel besser aus und kann einfach auf einer Grundplatine aufgebaut werden. Das mache ich aber erst nach dem, meine weiteren Ideen mit eingearbeitet sind. Mehrere Telefone betreiben, Impulsverfahren auswerten und wenns mal klingelt, Audiodatein abspielen lassen 😉

Und wenn man sich das mal ansehen bzw anhören möchte so kann man das Video zum Beitrag hier anschauen.

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Der Piratensender

Der Piratensender, ist natürlich nur zu Versuchszwecken und da ich ja im Radio und Telefonmuseum öfter mal bin, ist mir die Idee gekommen einen eigenen kleinen UKW Sender zu basteln. Kleines leichtes Projekt sollte es werden und frequenzstabil. Aufgebaut mit einem Arduino Nano, SD-Kartenmodul und einen UKW-Transmitter.

Hier alles auf einer Platine aufgelötet und verbunden. Rechts der Arduino Nano, links unten der UKW Transmitter und darüber das SD-Kartenmodul.

Die SD Karte beinhaltet die Audiodatei welche in WAV oder MP3 sein kann. Der UKW-Transmitter ist halt der Sender und der Arduino bekommt das Programm wo alles gesteuert wird. Gedacht ist es auch um die Radios zu testen und eine Audiodatei in einer Telefonvermittlung einzubinden. Ich denke es ist toll wenn die Besucher sich dann über ein im Museum befindliches Telefon z.B. die Telefongeschichte anhören kann.

Also wird auf der SD Karte z.B. die Geschichte zum Telefon kommen oder zum Museum.

Hier ist nochmal die Verdrahtung von der Unterseite zu sehen.

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Natürlich ist der Betrieb als Sender nicht zulässig. An einer großen aussen Antenne eh nicht erlaubt.

So das ganze in hier in einem der letzten übrig gebliebenen Holzkästchen untergebracht und fertig ist der Spass 😉

Trio CO-1303D

Heute geht es um ein Oscilloscope und zwar den Trio CO-1303D. Dieses Gerät habe ich mit zwei weiteren günstig bekommen. Beim testen hat der Osci dann aber nach kurzer Zeit seinen Dienst quittiert. Was aber auch vollkommen okay ist. Denn es ist ja nicht mehr der jüngste. Aber immerhin schon voll durch transistoriert, bis ausser die Anzeigeröhre. Ich habe es schon geahnt dass der Osci nicht mehr in seinem Behälter bleibt, also ein Kondensator älterer Generation undicht wird.

Da hatte ich schon ein paar Ideen, das Gehäuse für ein anderes cooles Projekt zu nutzen da die Reparatur den gegenwertigen Nutzen für mich eher nichtig ist. Aber na was solls irgendwo ist der Oscillator ja nicht wirklich in die Fritten und für mich ist die Reparatur auch nicht wirklich viel Arbeit. Na gut überredet, ich werde mir das mal genauer anschauen.

Auf dem ersten Blick waren alle Elkos ok. Ich habe schon vermutet das es wohl doch ein anderes Bauteil ist. Habe schon an meiner alternative Idee gedacht. Denn die ist ja wieder ins Rennen gekommen. Aber ne ich habe da dann doch etwas Flüssigkeit unter einem Elko bemerkt. Dann mal durchmessen und naja es gab nix zu messen der ist definitiv hinüber.

Also hier ist tatsächlich ein Schaltplan nicht falsch. Aber ob ich da noch was finde? Es hat keine 5 Minuten gedauert da habe ich das gesamte Manual mit Schaltplan gefunden. Also das ging mal schnell. Nun schauen was da wie verbunden ist. Laut Schaltplan sind es zwei Elkos die miteinander verbunden sind. Also muss ich zwei mindestens austauschen. Und die Daten waren auch in einer Bestückungsliste zu finden. 0,1µF und 1000V. Ich denke die Werte sind auf DC gesehen und nicht AC. Das kann sonst etwas knallen 😉 Und es war relativ schnell klar das ich keine OIL Kondensator nehme sondern ein Folien Kondensator. Die sind langlebiger und genauer und viel günstiger.

Um an die Kondensatoren zu kommen musste ich die Anzeigeröhre ausbauen.

Wegen der einfachhalber her habe ich die anderen zwei alten Kondensatoren einfach abgekniffen um die Enden als Lötbrücke zu nutzen. So muss ich das Board nicht komplett ausbauen.

Hier oben auf dem Bild gut zu erkennen die neuen Kondensatoren. Die fallen natürlich etwas kleiner aus. Somit wird es Zeit für ein Versuch. Aber zuvor erst noch das Gehäuse wieder drauf. Das ist auch zum Selbstschutz wichtig!

Hier zu sehen an einer seperaten Stromversorgung angeschlossen und eingeschaltet, kurz warten und der Trio CO-1303D hat seinen Dienst wieder aufgenommen.

Haustelefonvermittlung

Was ein langes Wort, ok in diesem Projekt habe ich eine Telefonvermittlung gebaut. Diese ist für das verbinden von Kurbeltelefone gedacht. Geht aber theoretisch für alle Telefone welche kabelgebunden sind. Und na klar man kann das Projekt auch zweckentfremden, denn anstatt eines Gesprächs kann man auch kleine Spannungen weiterleiten und so auch bestimmte Geräte schalten.

Wie ist es zu diesem Projekt gekommen? Da ich ja hin und wieder im Radio und Telefonmuseum im Verstärkeramt aktiv bin und ich mich dort mit der Verbindung von alten Kurbeltelefonen beschäftigt hab. Diese werden natürlich, so wie früher, über eine Vermittlung geschaltet. Dies wurde damals manuel gemacht. Also an einer Vermittlung sitzt eine Person welche die entsprechenden Nebenstellen (Teilnehmer) mit der Amtsleitung oder aber auch ein Zimmergespräch herstellt. Das muss damals bestimmt spannend gewesen sein. Ich kann mir gut vorstellen dass das Fräulein vom Dienst so einiges wusste 😉

Das Fräulein vom Dienst.

Diese Vermittlung und noch weitere gibt es im Radio- und Telefonmuseum im Verstärkeramt bei Rheda- Wiedenbrück zu sehen.

Da diese Vermittlungen viele Jahre hinter sich haben und nicht unbedingt alle immer vollständig funktionieren, was auf fehlender Pflege und je nach dem wo diese Exemplare zuvor rumgestanden haben, zurück zuführen ist. Ist mir die Idee gekommen eine kleine Vermittlung zubauen welche immer noch manuel bedient wird. Die Vermittlung sollte ziemlich selbsterklärend sein. Jedoch intern wird teils über einen Arduino geschaltet. Dieser zeigt die aktuelle Verbindung zwischen Zentrale, Amt und Teilnehmer auf einen OLED Display an. Zusätzlich wird der Betriebszustand über LEDs angezeigt. Für mich ist das schon mal ein Vorteil den damit kann ich Fehlerquellen ausschließen. Aber es ist Bedienerfreundlich und Besucher können so schnell erkennen was wie angeschlossen ist und können auch selbst mal das Fräulein vom Dienst nachspielen.

Also von der Idee auf Papier zum PC bis auf dem Arbeitstisch. Beim Frühstück und meiner vierten Tasse Kaffee, ich hatte zufällig ein Heft und was zum schreiben in griffnähe liegen, habe ich mir Gedanken über die Schaltung gemacht. Erst dachte ich an einen Kasten mit Kippschalter um sämtliche Verbindungen zu schalten. Aber das war mir dann doch zu simpel. Also ein Arduino Nano habe ich noch über und eine Relaiskarte mit vier Relais drauf auch. Ein Oled Display war auch noch da. Nun gut Kleinkram wie Schalter, Taster, Dioden, Widerstände, LEDs usw. habe ich so gut wie immer vorrätig.

So war der Plan

Das Ganze muss nun noch irgend wie oder besser wo reingebaut werden. Da sitze ich so am Wohnzimmertisch und da lacht mich so ein kleines Tablet aus Holz an. Zack war es weg bevor meine Frau was merkt 😉 Ein Plan über die Anordnung der Elemente hatte ich nicht. Klar war das die Teilnehmer alle möglichst in einer Reihe sind und die Taster zu Schaltung zwischen Zentrale und Amt bzw. Teilnehmer sollen auch nebeneinander sein. Das Display welches die aktuellen Verbindungen zwischen der Zentrale, Amt und Teilnehmer anzeigt, soll unter den beiden Tastern kommen. Und die LEDs zur Betriebzustandsanzeige sollen untereinander in einer Reihe kommen.

Soweit sogut. Nach dem alles eingebaut war habe ich mich an den PC gesetzt um einen passenden Sketch (Programm Code für u.a. Arduino) zu coden (Schreiben). Dieser sollte die Relaiskarte passend steuern und das Display so wie die Status-LEDs. Hinzu eine kleine grafische Animation. Das könnt ihr euch auch gerne im Videobeitrag zur Vermittlung anschauen.

So es wird Zeit für den ersten Test. Durchschalten der Relais funktioniert gut. Auch das Display hat nach ein paar Programmierungsanpassungen alles gut dargestellt. Die LEDs wurden auch noch ein bisschen umprogrammiert (richtig angesprochen). Also alles von innen verbunden und zum testen habe ich noch ein Feldtelefon ehemals von der Bundeswehr und ein Wählscheibentelefon von der damaligen Bundespost in mein Reservoir. Das Wählscheibentelefon hat natürlich keine Induktionskurbel aber das macht nix, denn läuten tut es genauso gut. Und Sprechen bei entsprechender Spannungsversorgung geht auch. Das Feldtelefon hat eine eigene Spannungsversorgung das Wählscheibentelefon muss separat mit Spannung versorgt werden. Diese Spannung kam früher über die Telefonleitung. Das habe ich gewissermaßen auch so realisiert.

Hier der Testaufbau mit einem Wählscheibentelefon der Vermittlung.

Wie man sehen kann sind unter den Kippschaltern auch jeweils eine rote LED angebracht. Diese signalisieren ein Gesprächswunsch von dem jeweiligen Teilnehmer (Nebenstelle) da die Grundschaltung immer von der Zentrale zum Amt steht. Also fehlen noch die Beschriftungen und ein Displayschutz, dieser hat zwei Fenster hinter dem einen ist das OLED Display und hinter dem anderen kommt evtl. ein QR Code der es dem Interessierten möglich macht mit seinem Handy zu diesen Beitrag hier zu gelangen.

So und nun hier das Video zum Beitrag. In diesem Video erkläre ich das ganze und führe es auch vor. Auch hier werde ich wahrscheinlich noch ein zweites Video oder Bilder direkt im Radio und Telefonmuseum machen.

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Nicht zu vergessen alles unter Kontrolle von Minki

Minki

Die Vermittlung steht nun im Museum. Ich habe noch eine Displayabdeckung entworfen und diese in einen 3D Drucker gefertigt.

UNIDEN 2020

Das Uniden Model 2020 ist ein vielseitiger HF-SSB-Transceiver für den Amateurfunkbetrieb, der vor allem in den 1970er Jahren gebaut wurde und heute eher als klassisches/retro Funkgerät gilt.Das Gerät unterstützt verschiedene Betriebsarten wie SSB, AM und CW und hat eine Leistung von bis zu 180 W (SSB/CW) bzw. 90 W (AM).Technisch kombiniert der Transceiver Röhren- und Transistor-Schaltungen, verfügt über analoge und digitale Anzeigen und ist für den stationären wie mobilen Einsatz geeignet. Allerdings spricht dagegen, es ist relativ groß und schwer (~18 kg) und wurde mit umfangreicher Front-Bedienelement-Anordnung sowie Zubehör-Optionen ausgeliefert.

Ich habe den Uniden 2020 ein wenig restauriert 😉 da der Zustand nicht gut war. Der Empfänger war durch den internen Generator zur eigenen Justierung gestört. Es schien so als ob dieser in Dauerfunktion war. Er lässt sich laut Anleitung ein und ausschalten. Später habe ich dann den defekten Schalter ausgemacht und den internen Generator deaktiviert. Aber hier erstmal Bilder vom Funkgerät vor der Restaurierung.

Also auch hier neue Farbe muss sein. Das Gerät hat augenscheinlich schon bissel was mit gemacht. Nach einem Blick ins innere habe ich dann festgestellt das so gut wie alle Plastikzahnräder einen Riss haben. Durch den Riss hat sich die Kette welche normalerweise in die einzelnen Verzahnungen passen aber da wo dann ein Riss ist hat es nicht mehr gepasst und somit hatten sich auch die synchronen Plattenkondensatoren verstellt. Also erstmal alles wieder in richtiger Position bringen und dann das Kettensystem anbringen. Die Kunststoffzahnräder habe ich wieder fixiert und immer da wo ein Riss war habe ich einen Zacken entfernt. So gab es keine Übersprünge mehr. Wie schon beschrieben habe ich den internen Generator deaktiviert. Das ist auch nicht weiter schlimm denn zum abstimmen gibt es andere Möglichkeiten. Die PA habe ich hier nur durchgemessen, hier stimmten alle Werte. Sendebetrieb habe ich nicht gemacht da ich die Elektroröhren ausgebaut habe und diese in einem anderen Transceiver nutzen werde. Hier ein Bilder von der Technik.

Alles für sich ein toller Transceiver, aber etwas komisch wirkt die Frequenzanzeige. Die ersten drei Ziffern können digital angezeigt werden und die letzen zwei Ziffern werden analog angezeigt. Auch hier durch eine Zahnradmechanik die eine große Rolle im inneren bewegt und auf der sind die letzten beiden Ziffern dann zu sehen. Warum man zu diese Art der Anzeige gegriffen hat? Ich meine wenn schon digital dann auch gesamt oder. Allerdings bei der Signalanzeige finde ich eine analoge schöner. Das ist aber auch Geschmackssache. An sonsten macht es richtig Spass mit dem TRX auf Sendersuche zu gehen.

Schaut schon geil aus so in neuer Farbe. Ich habe erst überlegt den Transceiver wieder in Schwarz zu lackieren aber nö, so gefällt er mir besser. Wie bei den anderen Geräten drei lagen Farbe druff 😉

Und nun könnt ihr euch den TRX auch im Empfangsbetrieb anschauen. Denn na klar einen kleinen Film zu dem UNIDEN 2020 habe ich auch gefertigt. Viel Spass beim schauen.

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Wenn der noch so beleuchtet wäre,,,oder?

Yaesu FT-902DM

Der Yaesu FT-902DM kam Ende der 1970er (ca.1978-1981) Jahre auf dem Markt und gehörte zur berühmten 900er-Serie von Yaesu. Die Serie und damit auch der FT-902 entstand in einer Übergangszeit der Funktechnik von reinen Röhrengeräten hin bis zu modernen transistorisierten Transceivern.

Das Konzept beim FT-902DM ist ein Hybrid. Das wurde bewusst so entschieden, Transistoren da wo es auf Stabilität und Präzision (der Empfänger, VFO) ankommt und Röhren um eine leistungsstarke und robuste PA (Endstufe) zu gewährleisten. Auch die Möglichkeit den ganzen Transceiver einmal mit Wechselspannung 220 Volt und aber auch durch einen DC DC Converter mit einer Gleichspannung von 12 Volt zu betreiben.

Somit ist der FT-902DM als High-End-Stationstransceiver und auch für Not-Funk bestens geeignet. Klar weltweite Funkverbindungen (DX-Betrieb) und Conteste sind mit dem Funkgerät (mit entsprechender Antennenanlage) kein Problem 😉 Er macht einen sehr hochwertigen Eindruck, ist aber auch ziemlich schwer. Es gibt verschiedene Versionen die FT-902DM Version ist voll bestückt. Es ist auch die Version wo der DC DC Converter direkt mit verbaut ist.

Hier der Yeasu FT-902DM (VFO modifiziert)

Technische Daten (kurz und knackig): Der Sender (die Endstufe) benutzt zwei 6146B Röhren es können auch die 6146W benutzt werden, die Endung W ist eine Militär Röhre gewesenen. Beide aber identisch. Es gibt noch weitere Röhren vom Typ 6146 die haben aber eine andere Anodenverlustleistung und werden in dem Funkgerät bei voller Ansteuerung schnell ihren Dienst an den Nagel hängen. Sendemaximum liegt bei 180 Watt. Der Empfänger arbeitet nach der Aufwärmphase frequenzstabil. Frequenzbereich geht von 160m bis 10m. Zum Stand der Produktion alle WARC-Bänder. Betriebsarten sind SSB (USB/LSB), CW (Morsetelegrafie), AM (Amplitudenmodulation), FM (Frequenzmodulation) so wie FSK (RTTY). Im Seitenbandbetrieb bis zu 180Watt PEP und bei AM/FM/FSK ca. 70-80 Watt. Nach ca. 20-30 Minuten aufwärmen ist das Gerät sehr frequenzstabil. Kein Synthesizer, sondern ein analoger VFO(variabler Frequenzoscillator). IF-Filter, APF (Audio Peak Filter), Notch-Filter. Für damalige Zeiten schon gut ausgestattet, aber wegen seinem Gewicht von 18 kg auch eine ganz schöne Wuchtbrumme 😉

So nun aber zu dem Projekt FT-902DM, ich habe dieses Gerät natürlich nicht in dem Zustand erhalten wie oben zu sehen. Das ist zum Schluss daraus geworden. Hier ein paar Bilder vor der Restauration.

Der Zustand an sich erstmal ok, habe schon schlimmeres erlebt. Bei der augenscheinlichen Kontrolle ist mir aufgefallen das der VFO nicht mehr im Originalzustand ist. Das analoge Skalenfenster ist nicht vorhanden und unterhalb des VFO Reglers befinden sich zwei zusätzlich angebrachte Schalter? Das Gehäuse ist auch in einem nicht mehr so guten Zustand und so wie ich mich kenne bedeutet das auch ein wenig schleifen, lackieren und polieren. Aber erstmal schauen wie sich der Transceiver von innen macht.

Super alle Einheiten sind noch vollständig. Und soweit auf den ersten Blick alles ok. Aber nö auf den zweiten Blick sind mir dann einige offene Lötstellen aufgefallen. Und die Drehschalter musten auch wieder ein wenig gereinigt und mit Kontaktspray bearbeitet werden. Leider sind die Röhren nicht mehr sendefähig. Schaut zwar toll aus wenn die Heizung in den Rohren glüht aber das wars. Treiberröhre bringt die Gleichspannung aber noch zum schwingen. Genug Anodenspannung bei der PA ist auch vorhanden. Heizung sieht man ja. Also ein Satz neue Röhren rein ins Gerät. Bis dahin ein toller Empfänger.

Klar nicht mit den Finger an den Glaskolben packen 😉 Aber hier legal und egal. Sind ja eh in den Fritten.

Na und nun ist er fertig der Yaesu FT-902DM. Das ganze schaut als Line sehr gut aus und kann im Radio und Telefonmuseum bei Rheda-Wiedenbrück angesehen werden. Nun ein kleines Video vom Funkgerät im Empfangsbetrieb. Sobalt ich die PA mit neuen Röhren bestückt habe kommt auch eins im Sendebetrieb. Im Video ist auch ein kleiner Auschnitt aus dem Museum zu sehen wo man die Line betrachten kann (Noch nicht eingearbeitet!) aber hinfahren und selber schauen macht mehr Spass.

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Gruß an Bord

Gruß an Bord ist nicht neu. Und gibt es heute noch. Aber erstmal was ist hier mit Gruß an Bord gemeint? Für Seeleute welche in der Weihnachtszeit nicht bei ihren Familien sein können. Werden auf unterschiedlichen Frequenzen auf Kurzwelle und auch im TV, Weihnachtsgrüße ausgestrahlt. Wie gesagt das ist nicht neu. Diese Sendungen finden auf Heiligabend statt und das ganze gibt es schon seit 1953. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat damals mit dieser Hörfunksendung begonnen.

Das ganze findet immer noch zu Heiligabend statt. An Heiligabend werden von 20:00 bis 22:00 Uhr auf NDR Info Grüße an die Seeleute in aller Welt gesendet. Heute wird das alles auch über UKE, DAB+ DVB-S zu hören sein aber dennoch mietet der NDR Frequenzen auf KW an damit es bei der Tradition bleibt. Für Funkinteressierte ist dies eine tolle Sache, den klar Kurzwelle macht Spaß.

Also haben mein Bruder und ich auf Heiligabend ein Kurzwellenfunkgerät auf Empfang gestellt. Den live Empfang habe ich zuvor auch noch nicht gemacht. Da wir aber Besuch hatten, sind wir nicht permanent an der Station geblieben. Und haben eine ganze Weile auch nur den Ton live mit aufgenommen.

Die Sendefrequenzen waren im Netz schnell gefunden, 6080kHz.

Zum Empfang haben wir den Icom IC-735 genommen. Und Antenne war eine Diamond 8010 (Mehrband Dipolantenne). Und als zweites Empfangsgerät haben wir ein AOR AR8000 mit einer homemade Magnetic-Loop-Antenne. Überraschenderweise war der Empfang auch mit der Magnetic-Loop-Antenne gut möglich. Wir haben zwischendurch auch die anderen Frequenzen getestet aber die,welche für Europa war, ging am besten.

Natürlich haben wir auch ein wenig mitgeschnitten und gefilmt. Aber es soll keine Kopie der Sendung sein. Wer sich die ganze Sendung anhören möchte kann das online beim NDR machen. Mir kommt es hier auf unser Hobby an, also selber mit Equipment arbeiten usw.

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Bis zum nächsten Beitrag. Da geht es dann wieder um ein Funkgerät, denke ich 😉

Kenwood TS-700 ‚Die 3te‘

Wieso die 3te? Kann ich sagen, ich habe vor kurzen drei weitere Funkgeräte als Projekte ergattert. Mit dabei eine Kenwood TS-700 und zwei habe ich schon wieder ins Leben zurück geholt. Also das ist jetzt die 3te.

Von den drei Kisten sah augenscheinlich die Kenwood am schlimmsten aus. Quasi was für den Elektroschrott. Der Zustand war schlimmer als die anderen beiden vor der Restauration. Aber erstmal das Ergebniss. Das Resultat ist recht gut geworden.

Kenwood TS-700

Das Funkgerät ist ein sehr schöner VHF Transceiver mit Seitenbandfähigkeit. Also von Modulationsarten wie CW, FM, AM, USB und LSB (Seitenband) Betrieb ist es möglich 11 Kanäle mit eigenen Quarzen zu bestücken, quasi an den heutigen Geräten die Memoryspeicher 😉 Es gibt unterschiedliche Versionen wie TS-700, TS-700A, TS-700G und wahrscheinlich weitere, aber alle ziemlich gleich bis ausser kleine Unterschiede wie unter anderem ,einstellbare Sendeleistung an der Rückseite‘. Was ich selber praktisch finde das man an dem Funkgerät die Antennenimpendaz anpassen kann um so auch ein maximum der Sendeleistung und den Empfang einstellen kann. Neue Geräte haben diese Möglichkeit nicht. Wahrscheinlich weil man heute eh von einer angepassten Antennenanlage aus geht. Auch eine Relaisfunktion ist gegeben.

So nun aber von vorne mit der TS-700 die 3te. Hier eine kleine Bilderstrecke vom Zustand wie ich das Funkgerät bekommen habe. Dass das Funkgerät natürlich nicht mehr in Originalzustand war und schon einige Vorbesitzer die Finger im Gerät hatten war keine Übrraschung für mich. Aber dank Internet und den beiden anderen Geräten hatte ich schon das Servicemanual so wie ein wenig Plan von dem Ding.

Ja ich weiß nicht aber die hatte schon ein paar Jahre in irgend einen Keller mit etwas hoher Luftfeuchtigkeit verbracht. Aber der Verkäufer hatte das auch schon so gesagt, ich meine er sprach von um die 20 Jahre. Natürlich hatte der nette OM (Old Man = Amateurfunker) auch angemessene Preisvorstellungen. Und ich kenne mich auch aus. Bei dem Gerät hatte ich aber eigentlich nur eine äußerliche Restaurierung geplant, so als Hinkucker. Aber was soll ich sagen wenn es nicht leuchtet ist es auch blöd oder? Und da ich ja alle Schaltpläne besitze dachte ich mir so, das mach ich fertisch.

Also messen hier messen da trallalla. Um einige Spannungen hinzubekommen fand ich es simpler einen DC DC Converter zu nutzen und diesen für die gebrauchte Spannung einzustellen, 9V hat es nicht gegeben. Damit hatte der VFO auch genug Spannung. Der eingebaute Spannungsverteiler lieferte nur um die 4 Volt. Natürlich hätte ich hier auch den einen oder anderen Kondensator austauschen können. Aber diese DC DC Converter habe ich noch genügend da und das war jetzt der simplere Weg. Störungen werden die Converter hier nicht machen (ähnlich wie ein schlechtes Schaltnetzteil) den die Converter werden hier nicht an ihre Grenzen betrieben und aufgetaktet wird ja auch nicht.

So und nun noch das Gehäuse, leider hat der Rost schon das Blech angegriffen. Die Seitenleisten musste ich auch stark abschleifen so hat sich eine neue Struktur ergeben. Aber das ging nicht anders. Beim reinigen der Front hat mir meine Frau Christina geholfen, was sie echt gut gemacht hat. Die Front ist sogar besser als von den anderen beiden Kisten. Hm ob sie da auch mal bissel reinigen kann 😉

Gehäuse wurde so ziemlich bis auf den blanken Arsch abgeschliffen. Knöpfe und Schalte so wie das Gerät ebenfalls gereinigt. Und die Seitenleisten waren quasi auch nur durch schleifen wieder sauber zu bekommen. Dadurch musste die glatte Fläche durch eine Schleifstruktur entweichen. Was aber auch seinen Charme hat. Was erstmal richtig schlecht ist, ist die Aufschrift an der Schalterleiste. Da weiß ich noch nicht wie ich das behebe, evtl. neu bedrucken? Aber das sprengt evtl. das Projekt. Oder ein 3D Cover drucken was das ganze chic ausschauen lässt mit nem kleinen Display drin. Wo zum Beispiel Betriebsspannung angezeigt werden. Oder Frequenzen das wäre auch genital 😉

Wer solch ein Exemplar auch mal live sehen möchte der sollte mal ein Besuch beim Radio und Telefonmuseum im Verstärkeramt bei Rheda-Wiedenbrück machen.

So und nun will ich euch nicht die fertigen Bilder vom Kenwood TS-700 vorenthalten.

Und natürlich auch einen kleinen Filmbeitrag über den Kenwood TS-700 die 3te.

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Yaesu FT-718

Thomas mein Bruder hat eine Yaesu FT-718, ein Kurzwellentranceiver mit VHF und UHF. Das Gerät hatte nach einiger Zeit einen Kurzschluss. Wir vermuten das der Akku oder die Ladefunktion des Akkus hinüber gegangen ist. Also klar erstmal augenscheinlich begutachten. Auch unsere Gewürzkolben sind zum Einsatz gekommen, geruchsmäßig war aber soweit nix festzustellen. Augenscheinlich war auch erstmal nix wahrzunehmen.

Da hier nicht offensichtlich was zu sehen war und wir erstmal ein paar kleine Messungen an der Ladetechnik gemacht haben, hier war erstmal nix auffälliges. Und die Hauptplatine hatte auch im ausgebauten Zustand keinen Kurzschluss mehr. Also war es schonmal naheliegend das die Zweitplatine mit der PA und den Filtern einen Kurzschluss verursachte. Dennoch habe ich mir auch den Schaltplan angeschaut um nachzuvollziehen wo die positive und negative Spannungen lang gehen. So konnte ich dann auch zwei weitere Sicherungen ausmachen die wie eher mic. SMD Widerstände ausschauen.

So da ich nun wusste wo die Sicherungen sich verstecken. Habe ich diese auch durchgemessen. Von den beiden war eine noch ganz und die andere ebend nicht. Unter dem Mikroskop war es dann gut zu sehen.

Natürlich hatte ich nicht die gleichen Sicherungen hier. Auf die schnelle sind wir dann etwas unkonvenzionell vorgegangen. Also zwei kleine Drähte aufgelötet und da dann eine Glassicherung zwischen (3A) das sollte genügen. So nun haben wir uns der anderen Platine zugewendet. Denn da ist ja immer noch ein Kurzschluss welcher gefunden werden muss. Natürlich mit der Hoffnung das es nicht an der Bedienungsunit liegt. Hier noch ein Bild von der eingelöteten Glassicherung.

Ja ich weiß, das war aber erstmal auf die schnelle eine Lösung 😉

Also die Platine mit den Filtern und der PA erstmal vom Gehäuse lösen und schauen ob ein Kurzschluss zum Gehäuse unterbrochen ist. Und siehe da, der Kurzschluss war weg. Also erstmal die PA durchgemessen. Und tadaa da war der Kurzschluss. Die PA besteht aus einer eigenen Platine mit HF Eingang und HF Ausgang und Spannungsversorgung so wie eine Aktiv Leitung (PTT). Diese gibt es komplett so zu kaufen.

Damit das Gerät erstmal bis zum Eintreffen der neuen PA betrieben werden kann, na klar nur RX. Haben wir die HF Ein- und Ausgänge ersmal direkt verbunden. Da mit einer längeren Lieferzeit gerechnet werden kann. Aber die Neue ist dann auch schnell wieder eingebaut.

Enfach erstmal zwei Drähte an den HF Anschlüssen gelötet und isoliert.

Hier ist ein kleiner Filmmitschnitt. Zum Schluß ist das Resultat zu sehen. Sobald die PA da ist kommt evtl. noch eine Fortsetzung zum Yaesu FT-817. Es steht auch schon der nächste Beitrag über SDR Software Defined Radio an.

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